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Zusatzqualifikation

EBS integriert Analystenausbildung

Stefani Hergert
In der internationalen Finanzwelt ist es hoch angesehen: Das Finanzanalysten-Diplom Chartered Financial Analyst erobert jetzt auch Deutschland. Studierende der EBS können mit dieser Zusatzqualifikation künftig schon während ihres Studiums beginnen.
Studenten an der EBS in Oestrich-WinkelFoto: © EBS
Er ist so etwas wie der kleine Bruder des MBA für alle, die in der Finanzbranche arbeiten wollen und hält nun auch in Deutschland Einzug: Die BWL-Studenten der früheren European Business School, die seit kurzem EBS Universität für Wirtschaft und Recht heißt, können künftig schon im Studium mit dem in der Finanzbranche hoch angesehenen Zusatztitel Chartered Financial Analyst (CFA) beginnen. Nach der Universität Mannheim ist nun auch die EBS mit Standorten in Oestrich-Winkel und Wiesbaden eine Kooperation mit dem Analystenverband eingegangen, sagten EBS und der Verband dem Handelsblatt.Die Idee dahinter: Die Studenten des Bachelor in General Management an der EBS und des Bachelor of Business Administration der Universität Mannheim studieren ohnehin schon vieles, was auch im Lehrplan für das internationale Finanzanalysten-Diplom steht, den der globale Berufsverband für Finanzanalysten und Investment-Experten verantwortet. Sie sollen sich nun schon während des Studiums das Wissen der ersten von drei Prüfungsstufen aneignen, dass die Kandidaten sonst im Selbststudium lernen.

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„Beide Universitäten haben ihre Lehrpläne dem CFA angepasst“, sagt Harald Bareit, Vorstandsmitglied bei der deutschen CFA-Organisation, der die Partnerschaften koordiniert. Themen des CFA sind unter anderem Wertpapieranalyse und –bewertung, Bilanzierungsregeln, Unternehmensfinanzierung, Portfolio-Management und Alternative Investments. Großen Wert legt man auch auf das Thema Ethik.2200 deutsche Prüflinge im Juni
Anders als das Wirtschaftsprüfer- oder Steuerberaterexamen ist der CFA in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber in der internationalen Finanzszene schon mehr die Regel, als die Ausnahme. In Deutschland ist der Zusatztitel vor allem für den Nachwuchs sinnvoll, der noch wenig Finanzerfahrung hat. „Der Zusatzabschluss ist eine Art Qualitätssiegel für die Studenten“, sagt Ferdinand Mager, Professor an der EBS. Vor allem bei Bankhäusern und Fondsgesellschaften sind Absolventen mit CFA-Abschluss gern gesehen.
Der CFA gliedert sich in drei Stufen, die jeweils mit einer Prüfung abschließen. Weltweit haben sich in diesem Jahr 140.000 Kandidaten für die CFA-Examen eingeschrieben, in Deutschland ließen sich im Juni 2 200 Prüflinge auf allen drei Stufen testen.
 

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