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Kommen nach dem Tal des Elends nun bessere Zeiten für die EBS?
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EBS-Erbschaft

Durch das Tal des Elends

Teil 5: EBS-Universität – Hintergründe

Historie:

Die EBS Universität für Wirtschaft und Recht wurde 1971 als Fachhochschule für Wirtschaft gegründet und firmierte bis zum Aufbau der juristischen Fakultät 2011 als European Business School. Seit 1993 hat sie das Promotions- und seit 1998 das Habilitationsrecht. Sie bietet Bachelor- und Masterstudiengänge in Betriebswirtschaft, Weiterbildungs-Master wie den MBA sowie eine Jura-Ausbildung, die mit dem Staatsexamen abschließt, an. Sie hat rund 1 650 Studenten, für den BWL-Bachelor schrieben sich 2013 nur noch 218 Abiturienten (nach 278 im Vorjahr) ein.

Probleme:

Ein Grund für den Rückgang sind die Imageprobleme der Uni, die 2011 ein Untreueskandal um den damaligen Chef Christopher Jahns erschüttert hat, der wegen dieses Verdachts heute vor Gericht steht. Unter Jahns wurden Wachstumsziele ausgegeben, die Nachfolger Rolf Wolff heute als unrealistisch bezeichnet. Die EBS musste zudem einen Teil der 23 Millionen Euro vom Land für den Aufbau der Jurafakultät zurückzahlen. Die Finanzlage der EBS war offenbar schon seit Jahren alles andere als rosig. Etliche renommierte Professoren haben die Uni seit 2011 verlassen.

Der Präsident:

Rolf Wolff, Jahrgang 1953, führt seit Oktober 2013 die EBS Universität für Wirtschaft und Recht im Rheingau. Der Hochschulmanager stand fast zehn Jahre der School of Business, Economics and Law in Göteborg vor. Sein letztes Engagement an der Stockholm School of Economics endete wegen personeller Fehlentscheidungen nach weniger als einem Jahr.

Der Dekan:

Richard Raatzsch, Jahrgang 1957, ist seit 2008 Professor für Praktische Philosophie an der EBS und seit 2013 Dekan der Wirtschaftsfakultät. Er war zuvor unter anderem an der Universität St. Gallen, in Cambridge und Potsdam. Er lehrt und forscht auch zur Wirtschaftsethik.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.03.2014
 

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