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Business-School

Die Sinnkrise der Management-Schulen

Stefani Hergert
Dass sich die Manager- Ausbildung ändern muss, ist unstrittig. Aber wie soll das gelingen? Noch fehlt ein Konzept für die Zukunft.

Foto: ESMT

Es muss sich Etwas ändern

Die Reform der Wirtschaftshochschulen könnte ausgerechnet dort beginnen, wo einst jene Politik machten, die Wirtschaft nach Plan propagierten. Mehr als 40 Dekane und Professoren internationaler Wirtschaftshochschulen feilen Anfang März im früheren Staatsratsgebäude der DDR, das nun die European School of Management and Technology (ESMT) beherbergt, an der Zukunft der Managerausbildung.

Das Business-School-Netzwerk EFMD hat den reformorientierteren Teil der Zunft geladen, damit der ein paar Fragen klärt: Wie lässt sich interdisziplinär lehren und forschen? Wie entstehen vielfältigere Professorenkollegien? Welchen Gemeinnutzen können Wirtschaftshochschulen schaffen? Und sollten sie sich in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen?

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Kurzum all die Fragen, auf die den Wirtschaftshochschulen derzeit offenbar Antworten fehlen. Die Diskussion in Berlin verdeutlicht: Dass sich die Zunft ändern muss, ist keine Frage. Nur darüber, "wie" das gelingt, herrscht Ratlosigkeit.

Aushängeschild MBA

Ihre Aushängeschilder - die Managementprogramme mit dem Abschluss Master of Business Administration (MBA) - reformieren die internationalen Business-Schools zwar so stark wie nie in der mehr als 100-jährigen Geschichte, dennoch ist keine klare Richtung zu erkennen.

Bisher sind die Änderungen vor allem ein Signal, dass die Schulen auf die Vorwürfe ihrer Kritiker eingehen. Denn die Klage, dass die Wirtschaftshochschulen nur auf den schnellen Profit zielende Absolventen hervorbringen, nagt am Selbstbild.

 

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