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MBA Überblick

Die führenden Business Schools

Teil 3: Fallstudien in Kanada


Foto: Richard Ivey School

Richard Ivey School of Business (Western Ontario)

Gründungsjahr: 1922
Studenten: ca. 900
Gebühren MBA: 62.800 Euro

Die besten Jobs von allen


Die beste Adresse in Kanada für ambitionierten Managernachwuchs ist die Richard Ivey School, die ihren Hauptcampus in Ontario hat und Dependancen in Toronto und Hongkong betreibt. Wie die renommierten Vorbilder in den USA setzt auch die kanadische Business School im Unterricht fast ausschließlich auf Fallstudien und veröffentlicht selbst eine große Zahl praktischer Lehrbeispiele. Besonders interessant ist die Business School für Studenten, die ihre Zukunft im Gesundheitssektor sehen. Im Ivey Centre for Health Innovation and Leadership können sich die MBA-Teilnehmer zu Gesundheitsmanagern weiterbilden lassen. Benannt ist die Schule nach Richard Ivey, einem kanadischen Geschäftsmann, dessen Nachkommen der Einrichtung 11 Millionen US-Dollar vermacht haben. (jpe)

Ross School of Business (Michigan)

Gründungsjahr: 1924
Studenten: ca. 3050
Gebühren MBA: 71.500 Euro
 
Die Ross School in der Studentenstadt Ann Arbor hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der Riege der MBA-Anbieter Amerikas hochgearbeitet. Vor allem der langjährige Schulleiter Robert Dolan modernisierte die etwas angestaubte Einrichtung und verpasste ihr ein extrem praxisnahes Programm. Statt Fallstudien am Schreibtisch zu lösen, schicken die Dozenten ihre Studenten in Unternehmen, in denen sie sich mit „echten Fällen“ befassen sollen. (jpe)

Rotman School of Management (Toronto)

Gründungsjahr: 1950
Studenten: ca. 3580 Gebühren
MBA: 70.200 Euro

Ende der 1990er-Jahre erweckten eine Millionenspende des Geschäftsmanns Joseph L. Rotman und die Ideen des neuen Dekans Roger Martin die Rotman School aus ihrem Dornröschenschlaf: Der Schulleiter hat die Lehre auf einen Ansatz getrimmt, den er „Integrative Thinking“ nennt und als Schlüssel für erfolgreiches Management im 21. Jahrhundert sieht: Statt einzelne Modelle stupide anzuwenden, sollen die Studenten lernen, Modelle zu verbinden und kreativere Lösungen zu entwickeln. Da pro Jahrgang nur rund 260 Vollzeit-MBA-Studenten aufgenommen werden, bleibt viel Zeit für individuelle Betreuung. Dass es vorangeht, zeigt sich auch äußerlich: Im kommenden Jahr eröffnet Rotman ein neues Lehrgebäude mit High-Tech-Klassenräumen. (jpe)



Die besten Jobs von allen

Schulich School of Business (York)

Gründungsjahr: 1966
Studenten:ca. 2650
Gebühren MBA: 40.272 Euro

Angegliedert an die renommierte York-University ist die Schulich School of Business traditionell eine der besten Adressen in Kanada. Was die Schule von den meisten ihrer US-Konkurrenten abhebt, ist ihre sehr internationale Ausrichtung. Seit kurzem bietet Schulich als eine der ersten ausländischen Schulen einen MBA in Indien (Mumbai) an, sie betreibt außerdem Zweigstellen in Peking, Schanghai, Seoul und Moskau. Gemeinsam mit der Kellogg School of Management organisiert die Schule ihr Executive-MBA-Programm. Die internationale Ausrichtung macht sich auch bei den Absolventen bemerkbar: Die 21 000 Alumni, die in Schulich bislang ihren MBA gemacht haben, fanden in 90verschiedenen Ländern einen Job. (jpe)

Stanford Graduate School of Business


Gründungsjahr: 1925
Studenten MBA: ca. 410
Gebühren MBA: 112.000 Euro

Für Gründer und solche, die es mal werden wollen, gibt es wohl kaum eine bessere Adresse als Stanford. Die enge Verbindung zu der forschungsstarken Stanford-Universität und die Nähe zum High-Tech-Standort Silicon Valley macht die Schule besonders. Das MBA-Programm ist für amerikanische Verhältnisse klein, die Bewerberzahlen hoch - entsprechend schwierig ist es, einen Platz zu bekommen. Wer es schafft, darf sich auf Unterricht bei den klügsten Köpfen freuen: Aktuell unterrichten Michael Spence und zwei weitere Nobelpreisträger an der Fakultät. Ein Glücksfall für die Schule ist Nike-Gründer Phil Knight. Der Absolvent spendete 2006 über 100 Millionen Dollar, die in den Bau eines hochmodernen neuen Campus-Komplexes flossen. (jpe)

 

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