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MBA Überblick

Die führenden Business Schools

Teil 10: Brücke zwische Europa und Asien


Foto: Insead

Insead (Singapur Campus)

Gründungsjahr: 2000
Studenten: 524 Gebühren
MBA: 56.000 Euro

Die besten Jobs von allen


Die Wirtschaftshochschule Insead versucht auf ihrem Singapur-Campus eine Brücke zu schlagen zwischen Europa und Asien. Die Business School, die zu den besten zehn der Welt zählt, hat ihren Hauptsitz in Frankreich, seit dem Jahr 2000 bietet sie den MBA auch in Singapur an. Der Standort ist mittlerweile zum richtigen Campus gewachsen. Das zehnmonatige MBA-Programm wird paralell in Singapur und Fontainebleau angeboten, die Studenten können beide Standorte kennenlernen. Das Programm richtet sich eher an Führungskräfte mit etwas Erfahrung als an den ganz jungen Nachwuchs. Zu den bekanntesten Absolventen zählen Marius Kloppers, Chef des Bergbaukonzerns BHP Billiton oder der Chef des chinesischen Videoportals Tudou, Wang Wei. (fmk)

KAIST College of Business

Gründungsjahr: 1971
Studenten: k.A.
Gebühren MBA: k.A.

Südkorea gilt als ein Land mit großem Bildungshunger und einem knallharten Ausbildungsdrill. Es ist also kaum verwunderlich, dass Südkorea mit der KAIST, früher Korea Advanced Institute of Science and Technology, eine der wichtigsten Elite-Ausbildungsstätten in Asien hat. Der Hauptsitz ist in Daejeon, einer Großstadt im Zentrum des Landes mit rund 1,5 Millionen Einwohnern. Die Fakultät für Betriebswirtschaftslehre (KAIST Graduate School of Management) befindet sich in Seoul. Die KAIST hat vor allem auf dem Gebiet der Technik und Naturwissenschaften einen hervorragenden Ruf. Viele Professoren kommen aus den USA. Der Physiker und Nobelpreisträger Robert Laughlin war der erste Nicht-Koreaner, der mit der KAIST eine koreanische Universität leitete. (ke)

Melbourne Business School

Gründungsjahr: 1956
Studenten: ca. 690
Gebühren MBA: 47.300 Euro

Die Schule nah am Finanzdistrikt von Melbourne gilt als eine der führenden Adressen im asiatisch-pazifischen Raum für Excecutive Programme. Ahmed Fahour, heute Vorstandsvorsitzender der australischen Post und früher Vorstandschef der australischen Nationalbank, hat hier seinen MBA erworben. In den 60er-Jahren hat die Business School den ersten MBA-Grad in Australien verliehen. Die Hochschule ist bei ausländischen Studenten wegen der hohen Ausbildungsqualität beliebt, vereint mit einem ansprechenden Klima. Für viele Bewerber ist die kulturelle Nähe zu westlichen Staaten wichtig. Auch in den Rankings holt die größere Melbourner Schule langsam zur bisher besser gerankten Australian Business School in Sydney auf.



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Nanyang Business School

Gründungsjahr: 1987
Studenten: k.A.
Gebühren MBA: 32.000 Euro

Die Nanyang-Universität ist die große Technikhochschule des Stadtstaates – und hat schon seit 1956 den Abschluss „Bachelor of Commerce“ angeboten, der sich zu einem der prestigeträchtigsten MBA-Programme in Asien gewandelt hat. Eine besonders interessante Kooperation hat Nanyang mit der japanischen Waseda-Universität, wobei die Tokioter Hochschule ihre Kompetenz im Technik-Management in den Doppelabschluss einbringt. (fmk)

National University of Singapore, Business School

Gründungsjahr: 1965
Studenten: ca. 3120
Gebühren MBA: 21.800 Euro

Die größte und älteste Hochschule des Stadtstaates Singapur bietet schon seit 50 Jahren Wirtschaftsabschlüsse an und kann deshalb auf 46000 Absolventen verweisen, viele davon sind heute in guten Positionen. Die MBA-Angebote sind weit gefächert, doch sie richten sich zu einem guten Teil eher an junge Studenten als an erfahrene Manager. Besonderheit sind Abschlüsse aus dem Bereich „Management in der staatlichen Verwaltung“. Hier zeigt sich eine besondere Tradition Singapurs: Der kleine Staat ist wie ein Unternehmen geführt, der Regierungschef bezeichnet sich selbst als CEO. Nach eigener Aussage ist der durchschnittliche Gehaltsanstieg nach dem MBA dort mit über 140 Prozent besonders hoch. (fmk)
Dieser Artikel ist erschienen am 09.09.2011
 

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