Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Ranking

Die besten Unis in Deutschland

A. Himmelrath, B. Mersch
Gute Aussichten für Absolventen: Im Junge-Karriere-Ranking machen die Personaler Berufseinsteigern Mut. Die staatlichen Hochschulen liegen dieses Mal deutlich vorne. Nur in den Wirtschaftswissenschaften machen die privaten das Rennen.
Welche Unis kommen aufs Treppchen?Foto: © Volodymyr Vasylkiv - Fotolia.com
Die deutschen Hochschulen stehen zurzeit vor einem Umbruch. Das neue Studiensystem mit Bachelor und Master sorgt für viel Bewegung. Das Studium wird durch die Reform straffer, schon nach sechs Semestern erlangen die Studenten den Bachelor, den ersten berufsqualifizierenden Abschluss.Eigentlich optimale Bedingungen für Unternehmen - die Bewerber werden dadurch deutlich jünger. Das neue Hochschulranking, das Junge Karriere zusammen mit Handelsblatt und WirtschaftsWoche durchgeführt hat, zeigt jedoch: In den Köpfen der Personalchefs kommen die neuen Abschlüsse erst allmählich an. Insgesamt haben sie noch viele Vorbehalte, was die Qualifikationen der neuen Studentengeneration betrifft. Besonders Bewerber mit einem Bachelor-Abschluss haben es schwer - 61,4 Prozent der befragten Personaler halten das Diplom für die bessere Alternative. Gute Karten haben aber Berufseinsteiger, die einen Master in der Tasche haben. 50,6 Prozent der Personaler meinen, dass das Zeugnis mit dem Diplom gut mithalten kann.

Die besten Jobs von allen

Bachelor-Absolventen sollten aber nicht gleich den Kopf hängen lassen - die Reform ist auch eine Chance, die Unternehmen mit dem eigenen Profil zu überzeugen. "Gerade wenn es geringe Erwartungen gibt, können sie mit ihren Kompetenzen überraschen", sagt Jens Ohle, Vorstand des Kölner Recruiting-Dienstleisters Access, der die Befragung in Kooperation mit dem Dienstleistungs- und Research-Unternehmen Universum durchgeführt hat. "Wir sehen mehr als einen Hoffnungsfunken, den wir Bachelor-Absolventen mit auf den Weg geben möchten."Die Personaler wurden aufgefordert, die besten deutschen Unis zu wählen - und hier gibt es klare Favoriten. In der Volkswirtschaftslehre liegt die Universität Bonn weit vorne (66,8 Prozent), in der Betriebswirtschaft die Uni Mannheim (57,8 Prozent). Gute Plätze haben in diesem Fach auch die privaten Hochschulen ergattert - etwa die WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar oder die European Business School in Oestrich-Winkel. "Im Allgemeinen dominieren im Blickwinkel der Personaler aber die staatlichen Hochschulen", sagt Jens Ohle.Ein Abschluss von einer renommierten Hochschule allein reicht aber nicht aus, um einen guten Job zu bekommen. Schon während des Studiums ist viel Eigeninitiative gefragt, um später bei der Bewerbung erfolgreich zu sein. "Die Studenten sollten sich von Anfang an vor Augen führen, wo ihre eigenen Stärken liegen", empfiehlt Ohle - und vor allem danach das Fach, die Hochschule und die Art des Abschlusses auswählen. Ein Studium ist in jedem Fall eine gute Investition. Der Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen sieht aus Sicht der Personaler rosig aus. 93,6 Prozent von ihnen beurteilen die aktuellen Jobaussichten positiv. Und knapp die Hälfte ist der Meinung, dass sie in Zukunft sogar noch besser werden.Die MethodeDurchgeführt wurde die Befragung von Junge Karriere und dem Kölner Recruiting-Dienstleister Access in Kooperation mit Universum, einem weltweit führenden Dienstleistungs- und Research-Unternehmen. 5000 Personaler aus allen Branchen wurden befragt. Die meisten kommen aus Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern und mehr. Die Personaler haben einen Bogen ausgefüllt, der Fragen zu Jobaussichten, bevorzugten Fachrichtungen und gewünschten Qualifikationen von Bewerbern enthielt. Kernstück der Befragung war die Beurteilung der Universitäten und Fachhochschulen, die in einem Fach die besten Absolventen ausbilden. Access und Universum haben die Personalverantwortlichen gebeten, pro Fach die besten Universitäten und Fachhochschulen zu nennen. Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf der Beurteilung der neuen Bachelor- und Master-Abschlüsse, die zurzeit flächendeckend an den deutschen Hochschulen eingeführt werden.Und so haben die Unis und FHs abgeschnitten:1. Teil: Gute Zeiten für BWL und VWL2. Teil: Jura im Wandel3. Teil: Maschinenbau, Ingenieurwesen, InformatikInterview mit Just Schürmann: Maßstäbe für deutsche HochschulenPorträt: Ein Hoch auf Bachelor und Master
Dieser Artikel ist erschienen am 30.05.2008

Der Jobturbo

Eine Suche - alle Jobs

Karriere-Event