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Die besten MBA-Programme der Welt
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MBA

Die besten MBA-Programme der Welt

von Kristin Schmidt, wiwo.de
Der Master of Business Administration (MBA) gilt als Karrieregarant. Und die Chancen, an einer renommierten Schule angenommen zu werden, sind besser als man denkt. Was die besten fünf Programme bieten, was sie kosten und wie lange sie dauern.
GM-Chefin Mary Barra hat einen, JP-Morgan-CEO James Dimon hat einen, SAP-Boss Bill McDermott ebenfalls, genauso wie Microsofts oberster Manager Satya Nadella – einen Master of Business Administration, kurz MBA.

Studium der Extraklasse

Dieses zusätzliche Managementstudium, das Berufstätigen den Weg in die Chefetage ebnen soll, scheint mit Blick auf die prominenten Beispiele ein Karrieregarant. Zu Recht, wenn man wie sie an den renommiertesten Business Schools der Welt studiert und keinen der vielen Schmalspur-MBA absolviert, die es mittlerweile gibt. "Das ist so, als würden Sie einen Rolls-Royce mit einem VW Golf vergleichen", sagt Detlev Kran, Autor des jährlich erscheinenden "MBA-Guide".

"In Harvard und Stanford unterrichten die Leute, deren Bücher an anderen Unis als Standardwerke gelesen werden." Auch Betreuungsverhältnis, Renommee und Qualität der Netzwerke spielen in einer anderen Liga. In legerer Atmosphäre treffen Studenten auf Bosse internationaler Konzerne, die in der Regel fleißig Kontakte zu ihrer Alma Mater pflegen. Der Austausch zwischen Nachwuchs und Top-Managern beim Dinner ist quasi in der MBA-Gebühr enthalten – inklusive einer Extraportion Vitamin B.

Im MBA-Ranking 2015 der "Financial Times" belegen Harvard, die London Business School, Wharton, Stanford und Insead die ersten fünf Plätze. Zwar unterscheiden sich die Ranglisten je nach Jahr und Herausgeber, doch dass diese fünf zu den besten Schulen weltweit zählen, ist unbestritten. Wer hier studiert, muss ordentlich Zeit und Geld investieren, hat aber gute Aussichten auf ein höheres Gehalt, eine steile Karriere und vor allem Anerkennung. "Schon sich im harten Auswahlverfahren durchzusetzen ist eine Auszeichnung", sagt Kran.

Bewerber brauchen "eisernen Willen"

Doch wer jetzt denkt, zu hoch seien die Anforderungen, zu durchschnittlich die eigene Qualifikation, sollte nicht direkt aufgeben. Denn die Chancen auf einen Platz in Stanford, Harvard und Co. stehen besser, als viele denken. Im jüngsten Harvard-Jahrgang erhielten zwölf Prozent der Bewerber eine Zulassung. Die London Business School nahm gar 16 Prozent auf. "Wer den eisernen Willen hat, aufzusteigen, und gute Referenzen mitbringt, hat realistische Chancen", sagt Kran.

Vor allem Europäer haben an den US-Schulen beste Aussichten, denn im Gegensatz zu asiatischen Bewerbern sind sie rar und mit Blick auf eine ausgewogene Zusammensetzung der Klassen gern gesehen. Wer sich die hohen Studiengebühren leisten kann, ist eine andere Frage. Zwar bieten die Schulen Stipendien und Kredite an, doch diese decken meist nur einen Teil der Kosten und sind heiß begehrt.
 

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