Schulbuch ade

Bildung wird digital

Kerstin Dämon, wiwo.de
Apple bringt digitales Lernen in US-Schulen. Auch andere Länder wollen lieber Tablets statt Bücher.

Foto: goodluz/Fotolia

iBook statt Schulbuch

Jetzt ist es offiziell: Das iPad von Apple ersetzt demnächst in den USA das gemeine Schulbuch. Mit der App iBook sollen Schüler und Studenten dynamischer und vor allem interaktiv lernen.

Ein weiterer Vorteil: Die digitalen Bücher sind günstiger als die gedruckten. Maximal 14,99 Dollar soll ein amerikanischer Schüler für sein E-Book zahlen müssen. Das entspricht in etwa einem Preis von zwölf Euro.

Der Gedanke dahinter ist nicht neu: In den USA gibt es bereits Schulen, die Apple-Produkten verwenden - laut Apple arbeiten bereits jetzt 1,5 Millionen Schüler im Unterricht mit iPads. Die Geräte sollen die Motivation der Schüler heben und langweiligen Frontalunterricht ersetzen. Der Lehrer wird zum IT-Berater. Sofern er ausreichend qualifiziert ist.

iPads in der Türkei

Die USA sind mit der Idee aber nicht allein: In den kommenden vier Jahren will die Türkei 15 Millionen Tablet-PCs für Schulen anschaffen. Jeder Schüler soll mit einem Tablet-PC arbeiten.

Während einer Rundreise durch Silicon Valley im vergangenen August hat der türkische Wirtschaftsminister Zafer Caglayan bereits Gespräche mit Microsoft und Apple aufgenommen. Diese Tablet-Offensive gehört zum Bildungsprojekt FATIH, bei dem es darum geht, den Bildungsstandard mit moderner Technik zu heben.

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