Ausbildung

Bessere Qualifizierung im Gesundheitswesen

Kirstin von Elm
Für etliche Berufe, vor allem im boomenden Gesundheitswesen, müssen Jugendliche weiter die Schulbank drücken: Logopäde oder Erzieher wird man am Berufskolleg.

Illustration: Stefan Bayer/Pixelio

Berufsfachschule statt dualer Ausbildung

Kinder erziehen und Kranken helfen – besonders für Mädchen gehören diese beiden Tätigkeiten zu den zehn größten Berufswünschen. Der Weg in diese Jobs führt dabei in der Regel nicht über eine klassische duale Ausbildung in einem Betrieb, sondern über eine Berufsfachschule, in einigen Bundesländern auch Berufskolleg genannt.

Sie vermitteln Berufsabschlüsse, die in Deutschland nur an Schulen erworben werden können. Solche Ausbildungsformen dominieren insbesondere im Bereich Gesundheit, Pflege und Soziales und beinhalten oft einen umfangreichen und anspruchsvollen Theorieteil.

So müssen beispielsweise nicht nur angehende Erzieher, Alten- und Krankenpfleger, sondern auch Ergotherapeuten, Logopäden oder Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTAs) nach der mittleren Reife oder dem Abitur auf ihrem Weg in den Beruf weiter zur Schule gehen.

Viele entscheiden sich für private Anbieter

Im Bereich Wirtschaft und Medien gibt es berufliche Schulabschlüsse beispielsweise für diejenigen, die als staatlich geprüfter Assistent für Hotelmanagement, als Fachwirt für Marketing & Kommunikation oder als Media Designer arbeiten wollen.

Ähnlich wie bei den allgemeinbildenden Schulen haben Jugendliche auch bei den Berufsfachschulen und -kollegs die Wahl zwischen staatlichen und privaten Einrichtungen. Gerade in der beruflichen Ausbildung ist dabei der Anteil derjenigen Schüler, die sich für eine private Einrichtung entscheiden, mit mehr als 22 Prozent überdurchschnittlich hoch.

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