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MBA-Gebühren

Beim MBA haben Gebührenerhöhungen Tradition

Axel Gloger
In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Preis für das Managementstudium verdreifacht. Für wen rechnet sich das noch?

Foto: MAST/ Fotolia

Happige Erhöhung


Und jedes Jahr ein bisschen mehr: An den internationalen Business-Schools haben happige Gebührenerhöhungen schon lange Tradition. Um 5,7 Prozent stiegen die Gebühren für das MBA-Studium allein im vergangenen Jahr, ermittelte der Informationsdienst "Poets & Quants" für die 20 Top-Wirtschaftshochschulen in den USA.

Was auf der Prozentskala nach harmlosen Aufschlägen aussieht, summiert sich zu fünfstelligen Beträgen. Beispiel Wharton School an der Universität von Pennsylvania: Für das MBA-Programm zahlen Studenten heute umgerechnet gut 10.000 Euro mehr als noch vor zwei Jahren.

Der MBA an dieser Spitzenschule kostet 116.500 Dollar allein an Studiengebühren – vor zwei Jahren waren es erst 103.000 Dollar. Noch mehr Beispiele? Harvard schlug im vergangenen Jahr 7,8 Prozent auf, die Business School der Universität von Chicago 9,3 Prozent und die Kellogg School an der Northwestern-Universität 4,9 Prozent.

MBA: Ein Luxusgut

Das ist weit mehr als die Inflationsrate in den Industrieländern – die liegt zwischen zwei und knapp drei Prozent. Das Wirtschaftsstudium ist so zu einem Luxusgut geworden: Vor gut zwei Jahrzehnten kostete der MBA an einer Top-Schule so viel wie ein gutes Auto, heute dagegen kostet er so viel wie eine Eigentumswohnung.

Noch 1990 lagen alle Top-Schulen auf ähnlichem Niveau, ein Jahr MBA-Studium kostete damals etwa 13.000 Euro. Die Einjahresprogramme in Europa lagen etwas darüber. Da die meisten US-Programme aber zwei Jahre dauern, summierten sich dort die Gebühren auf das Doppelte.

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