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Hochschul-Tüv

Ausgezeichnete Universitäten

Stefani Hergert
Drei Gütesiegel für deutsche Hochschulen in zwei Wochen: Der Bildungsstandort holt langsam auf. Für die Managementprogramme gilt das nicht unbedingt.

Auch die Uni Köln hat das Equis-Siegel erhalten. Foto: Uni Köln

Über zehn Jahre gewartet

Mit dieser Nachricht wollte der seit Juni amtierende Präsident der EBS Universität für Wirtschaft und Recht sofort an die Öffentlichkeit: Die früher als European Business School (EBS) firmierte Hochschule hat den wichtigen Hochschul-Tüv des internationalen Hochschulnetzwerks EFMD bestanden und darf das Gütesiegel Equis tragen.
 
Mehr als zehn Jahre hatten die Professoren und Mitarbeiter der EBS daraufhin gearbeitet, zwei Anläufe hatten sie hinter sich. Im vergangenen Jahr wurde der angesetzte Besuch der Prüfer noch einmal verschoben, zu unsicher war die Lage wegen der Untreue-Vorwürfe gegen den früheren Präsidenten Christopher Jahns, gegen den die Staatsanwaltschaft noch immer ermittelt.

Kampf um internationale Studenten

Die Episode zeigt, wie wichtig das Siegel für all jene Hochschulen ist, die im Kampf um internationale Studenten mithalten wollen. Neben der EBS hat auch die Universität Köln das Equis-Siegel erhalten. Allerdings sagt die Akkreditierung viel über die Qualität der Wirtschaftsfakultät aus, aber weniger über den Markt für den international anerkannten Master of Business Administration (MBA).

Die besten Jobs von allen


Köln hat so einen nämlich gar nicht. Die Akkreditierung ist umso erstaunlicher, weil die Uni keine reine Wirtschaftsfakultät, sondern eine sozial- und wirtschaftswissenschaftliche hat. Für Professoren aus dem Ausland ist das nicht immer leicht zu verstehen, doch genau sie bewerten die Wirtschaftsfakultäten.

 

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