Studium
Alternativen: Noch gibt es freie Studienplätze
Nora Jakob , wiwo.de
Viele Studienbewerber haben den Brief mit der Entscheidung, wo sie ihr Studium beginnen werden, erhalten. Wer bislang keinen Platz bekommen hat, kann auf das Nachrückverfahren hoffen. Oder er studiert von zu Hause aus an einer amerikanischen Eliteuniversität – kostenlos und mit Zertifikat.

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Zu wenig Plätze trotz Ausbau der Studiengänge
Die meisten Zusagen für den Studienplatz sind verteilt - viele werden gejubelt haben, einige nicht. Doch noch gibt es Möglichkeiten für alle die, die bislang noch nicht wissen, wo sie ab Oktober studieren werden. Im vergangenen Wintersemesterhaben 15.384 Personen angefangen zu studieren. Eine Zahl, die das Statistische Bundesamt mitteilte. Für das kommende Wintersemester erwarten viele Universitäten einen Anstieg der Studierenden.
Demgegenüber gibt es 420 Hochschulen in Deutschland, die etwa 10.000 Erststudiengänge anbieten. Obwohl die Anzahl der Studiengänge in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut wurde, so werden auch dieses Jahr nicht alle Bewerber für einen Platz berücksichtigt werden können. Eine Alternative könnte deshalb die Teilnahme an einem Onlinekurs einer amerikanischen Eliteuniversität oder des Hasso-Platter-Instituts in Potsdam sein.
Interaktive Online-Kurse
Die Universitäten Harvard, Berkeley und das Massachusetts Institute of Technology in Cambridge bieten auf der Lernplattform "edX" sieben interaktive Onlinekurse für Interessierte an. Am Ende des Kurses bekommt der Studierende ein Zertifikat, dass die Teilnahme am Kurs bescheinigt und von der Universität ausgestellt wird, deren Seminar besucht wurde.
Der Nutzen für die Elite-Universitäten liegt darin, dass während des Lernens erforscht wird, wie die Studierenden lernen wie Technologie das Lernen sowohl auf dem Campus als auch weltweit beeinflusst.
Zertifikatsgebühr in Planung
Die 150.000 Studierende kommen aus 160 Ländern und sind zwischen 14 und 74 Jahren alt. Sogar einen Präsidenten hat das Unternehmen EDX, das jene Kurse anbietet, Anant Agarwal, der sagt, dass es so erreicht werden könne, dass Menschen aller Altersstufen, Meinungen und Nationen sich austauschen.
Bislang sind die Kurse kostenlos, das bleibt zumindest auch im kommenden Wintersemester so, danach ist allerdings eine Gebühr für das Zertifikat in Planung. Das Kursangebot deckt viel Disziplinen ab: Eine Einführung in die Informatik wie auch eine Veranstaltung über Künstliche Intelligenz oder das Gesundheitswesen können belegt werden. Renommierte Dozenten, wie der Informatik-Professor, David Patterson oder Informatiker Dan Klein geben die Online-Kurse. Über das im Frühling gestartete Projekt "edX" sollen in Zukunft noch weitere Online-Seminare angeboten werden.