Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Bewerbungsfoto
Foto: Ingo Bartussek/Fotolia.com
Das perfekte Bild

Worauf es beim Bewerbungsfoto ankommt

Kerstin Dämon, wiwo.de
Der erste Eindruck zählt, das gilt auch für das Bewerbungsfoto: Das falsche Bild kann den falschen Eindruck vermitteln und die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch mindern. Diese Tipps haben die Teilnehmer unserer Fotoaktion bekommen.
Die Stadtwerke in Celle haben ihren neuen Chef in einem anonymisierten Bewerbungsverfahren gesucht. Thomas Edathy machte das Rennen. Deutschlandweit testen acht Bundesländer sowie einige Firmen und Kommunen die anonyme Bewerbung.

Alle anderen wollen weiterhin Name, Alter und Geschlecht der Bewerber kennen, bevor sie sie zum Gespräch einladen. Und natürlich gehört für die Personaler auch ein ansprechendes Foto zur perfekten Bewerbung.

Da sich beim Bewerbungsbild einiges gut und vieles falsch machen lässt, hat die WirtschaftsWoche ihre Leser dazu aufgerufen, uns ihre Bewerbungsfotos zu schicken. Maja Skubella, Personalberaterin bei der Hamburger Karriereberatung "karriere & entwicklung", hat die Fotos analysiert und Verbesserungsvorschläge gegeben.

Profifotograf ein "Muss"

Allgemein rät Skubella allen Jobsuchenden, ihr Bewerbungsbild beim Profifotograf zu machen, statt im Passbildautomaten oder mit der eigenen Digitalkamera. "Der Fotograf kennt sich aus, der weiß wie die Person ins rechte Licht gerückt wird und erfragt, welche Zielgruppe angesprochen werden soll", so die Personalberaterin.

Sie empfiehlt außerdem, verschiedene Outfits zum Fototermin mitzunehmen.

"Entscheidend bei der Auswahl der Bekleidung ist, für welche Branche das Foto sein soll", sagt Skubella. Je nachdem, ob der Bewerber eher in eine kreative Branche, beispielsweise ins Marketing oder in der Bank- oder Versicherungsbranche tätig ist, sind Schlips und Kragen oder etwas Legeres angemessen. Auch die angestrebte Position spielt bei der Kleiderfrage eine nicht unerhebliche Rolle.

Lieber zu elegant als zu schlicht

So empfiehlt sie beispielsweise einem der Teilnehmer der Fotoaktion, der sich auf eine Stelle als Abteilungsleiter bewerben möchte, auf jeden Fall eine Krawatte zu tragen. Eine andere Bewerberin zeigt nach Meinung der Personalerin zu viel Haut und ist außerdem für die angestrebte Stelle zu festlich und zu vornehm gekleidet. Trotzdem gelte als Faustregel: Lieber etwas zu elegant als zu schlicht. Bewerber sollten auf die Unternehmensseiten schauen, wie die dort abgebildeten Menschen angezogen sind und sich in dieses Bild integrieren, rät Skubella.

Bei Frauen seien ein Hosenanzug oder Rock und Blazer in Kombination mit einer Bluse immer in Ordnung. Frau dürfe aber ruhig auch mutig sein. "Bei kreativen Berufen ist es durchaus möglich mit Farben zu spielen, zum Beispiel eine gelbe Lederjacke mit einem bordeauxroten Shirt auf hellen Hintergrund zu tragen – oder eine weiße Bluse auf grünem Hintergrund", so Skubella.

Wichtig sei, dass Hintergrund und Kleidung harmonieren oder eben einen Kontrast bilden. Männer seien mit einem Hemd, mit oder ohne Krawatte und einem Jackett gut angezogen und sollten gedeckte Farben bevorzugen. Die Krawatte mit den Comic-Motiven ist aber ein No-Go.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de