Foto: Christian Schwier/Fotolia.comB. Abraham | Kliniken des Landkreises Neumarkt
"Wichtiger Baustein, um alle Mitarbeiter mit ins Boot zu holen"
Anne Koschik
Im Interview erklärt Berhane Abraham, Personalleiter der Kliniken des Landkreises Neumarkt i.d.OPf., warum er die Initiative schätzt, die "auf Vertrauen und Wertschätzung aufbaut" und warum es für ihn ein Ansporn ist, die Grundsätze immer einzuhalten.
Wie sind Sie auf Fair Company aufmerksam geworden?
Seit eineinhalb Jahren bin ich Personalleiter bei den Kliniken des Landkreises Neumarkt und will nun ein Gesamtkonzept im Bereich Employer Branding einführen. Ein Berater von HR-Future unterstützt mich dabei. Er hat mich auf "Fair Company" aufmerksam gemacht. Dies sei ein wichtiger Baustein, um wirklich alle Mitarbeiter mit ins Boot zu holen, Praktikanten und Werkstudenten also nicht auszusparen.
Von der Sache her war mir das Siegel allerdings schon bekannt. Die Maxime, dass eine Fair Company Praktikanten nicht ausnutzt, hat sich damals sehr bei mir eingeprägt.
Berhane Abraham, Leiter
Personalmangement der
Kliniken des Landkreises
Neumarkt i.d.OPf.Foto: Privat
Welche Vorteile sehen Sie darin, dass sich Ihr Unternehmen als Fair Company bezeichnen darf?
Zu uns kommen viele Schulpraktikanten, die sich für den pflegerischen Bereich interessieren. Denen wollen wir signalisieren: Ihr seid vollwertige Mitarbeiter, wir sehen euch so. Wenn Praktikanten bei uns anfangen, nennen wir ihnen konkret ihre möglichen Entwicklungsschritte. Sie sollen vom Praktikum profitieren.
Innerhalb des Unternehmens kommunizieren wir unsere Grundsätze im Klinikjournal und verwenden das Fair Company-Logo zum Beispiel auch bei Stellenausschreibungen.
Sind Sie schon auf das Siegel angesprochen worden?
Nein. Allerdings habe ich in meiner Nebentätigkeit als Dozent an der Fachhochschule Nürnberg mit Studenten im Rahmen einer HR-Vorlesung über Fair Company diskutiert. Ich musste feststellen: Die Initiative ist bei vielen bekannt. Und diejenigen, die Fair Company kennen, finden die Aktion auch gut.