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karriere.de-Wahlhelfer

Welche Antwort stammt von welcher Partei?

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Welche der Antworten aus dem karriere.de-Wahlhelfer von welcher Partei stammt, hier in der Übersicht. Die Aussagen stammen aus den jeweiligen Wahlprogrammen sowie teilweise aus den Parteiprogrammen.
Welche Partei sagt was?Foto: © olly - Fotolia.com
1. Steuern rauf oder runter. Im Wahlkampf werden wieder jede Menge Versprechungen gemacht. Welches Modell halten Sie für sinnvoll?SPD: Ich bin für einen niedrigeren Eingangssteuersatz von 10 Prozent und die Einführung einer Börsenumsatzsteuer.

Die besten Jobs von allen

Linke: Kapitalerträge müssen höher besteuert werden, der Spitzensteuersatz erhöht werden, außerdem bin ich für die Einführung einer Vermögenssteuer.Grüne: Der Spitzensteuersatz muss erhöht werden, darf aber gleichzeitig nicht zu früh greifen. Die Abgeltungssteuer soll rückgängig gemacht werden und Kapitaleinkommen genauso besteuert werden wie der Lohn.FDP: Wir wollen einfache, niedrige und gerechte Steuern für mehr Netto vom Brutto. Ein Stufentarif mit 10, 20 und 35 Prozent die Steuerbelastung und kurbelt die Konjunktur an.CDU/CSU: Steuersenkungen sind der richtige Weg aus der Krise. Konkret sollte der Eingangssteuersatz auf 12 Prozent gesenkt werden und der Spitzensteuersatz erst bei höheren Jahreseinkommen ab 60000 Euro Jahresgehalt greifen.2. Die Auswirkungen der internationalen Wirtschaftskrise kommen langsam auch auf dem Arbeitsmarkt an. Die Parteien bieten unterschiedliche Rezepte und Ziele für eine Belebung des Arbeitsmarktes an. Welchen Weg halten Sie für richtig?SPD: Das Ziel muss die Vollbeschäftigung bleiben. Leiharbeiter müssen besser abgesichert werden und den gleichen Lohn bekommen wie regulär Beschäftigte.Linke: Wir brauchen dringend zwei Millionen neue Arbeitsplätze. Der Kündigungsschutz gehört ausgeweitet, Leiharbeit begrenzt.Grüne: Mit Investitionen in die ökologische Modernisierung, Bildung, den sozialen Arbeitsmarkt und den Abbau von Schwarzarbeit kann man etwa eine Million neuer Arbeitsplätze schaffen.FDP: Die Politik sollte sich mehr um den Mittelstand kümmern statt um die Großkonzerne. Schon jetzt stellt der Mittelstand 71 Prozent der Arbeitsplätze bereit und wird neue schaffen, wenn  Steuern und Lohnnebenkosten sinken.CDU/CSU: Das Ziel bleibt „Arbeit für Alle“. Daher müssen wir marktgerechte Arbeitsplätze fördern statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren.3. Ein staatlicher Mindestlohn ist selbst bei Experten sehr umstritten. Schafft er Jobs, vernichtet er sie, wie hoch darf er sein, haben wir mit Hartz IV nicht eigentlich schon einen? Was meinen Sie?SPD: Mindestlöhne müssen weiter ausgebaut werden, 7,50 Euro sollten es schon sein.Linke: Ich bin für einen flächendeckenden Mindestlohn von 10 Euro.Grüne: Ein gesetzlicher Mindestlohn ist notwendig, auch weil er zur Geschlechtergerechtigkeit beiträgt. Denn vor allem Frauen sind von Niedriglöhnen betroffen. Er sollte bei mindestens 7,50 Euro liegen.FDP: Der Staat soll die Tarifautonomie anerkennen und kein staatlichen Lohndiktate durchdrücken. Mindestlöhne verdrängen Arbeitsplätze, führen zu mehr Schwarzarbeit und behindern den Wettbewerb.CDU/CSU: Es muss ein Mindesteinkommen geben aus, wenn notwendig, einer Kombination des branchenüblichen Lohns und staatlichen Zuschüssen. Ein flächendeckender Mindestlohn ist zu unflexibel und gefährdet gerade die Arbeitsplätze Geringqualifizierter.4. In Deutschland studieren insgesamt zu wenig Menschen. Häufig bestimmt die soziale Herkunft hierzulande, ob man studiert oder nicht. Sind Studiengebühren und die Forderung nach Chancengleichheit miteinander vereinbar?SPD: Ich möchte keine Studiengebühren, zumindest nicht für das Erststudium bis zum Master.Linke: Studiengebühren müssen abgeschafft werden. Bildung muss allen Menschen frei und in gleichem Maße zugänglich gemacht werden.Grüne: Sämtliche Studiengebühren müssen abgeschafft bzw. die Einführung weiterer Gebühren verhindert werden. Es darf nicht sein, dass Studieren den Kindern reicher Eltern vorbehalten bleibt.FDP: Jede Hochschule soll selbst entscheiden, ob, in welcher Höhe und für welche Studiengänge sie Studiengebühren erhebt. Diese Mittel müssen direkt und uneingeschränkt der Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehre dienen, ohne dass die staatliche Finanzierung reduziert wird.CDU/CSU: Ich bin für sozialverträgliche Studienbeiträge, denn sie ermöglichen den Hochschulen, ihre Lehrangebote gezielt zu verbessern und besondere Lehrprofile zu entwickeln.