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Auslandspraktikum

SAP, Bangalore: Die indischen Uhren ticken gemächlicher

Dorothee Fricke
Eva Bonnewitz, 26, hat internationale BWL und Außenwirtschaft in Worms studiert. Über die Aktion "Asien-Praktika" von Handelsblatt Junge Karriere fand sie ein achtmonatiges Praktikum bei SAP Labs India.
Eva Bonnewitz lernte in Indien, geduldiger zu werdenFoto: © PRivat
"Obwohl ich bei SAP Labs India sehr herzlich aufgenommen wurde, habe ich eine Weile gebraucht, um mich an die indische Arbeitsweise zu gewöhnen. Zeit zum Beispiel ist ein Gut, das in Indien als beliebig interpretierbar gilt und immer in ausreichender Menge vorhanden ist. Die Uhren ticken einfach gemächlicher. An einem normalen Arbeitstag wird in vielen kleinen Kaffeepausen über private Aktivitäten oder Probleme gesprochen, bevor die eigentliche Arbeit weitergeht. Der Arbeitsplatz gilt in Indien nicht nur als professionelle Verpflichtung. Viele Kollegen verbringen bis spät in den Abend hinein gemeinsam ihre Freizeit auf dem SAP Campus, etwa beim Tischtennismatch oder im Fitnessstudio.Während meines Praktikums arbeite ich an der Publizierung eines Managementbuchs zum zehnjährigen Bestehen von SAP Labs India. Ich übernehme Recherchen, bin zuständig für die Projektplanung und bin die Kontaktperson für den Verleger, die Redakteure und Grafiker. Nebenbei kann ich mich auch bei der Textarbeit einbringen. Ganz wichtig ist, das habe ich bisher in Indien gelernt, sich in Geduld zu üben. Wer hier arbeiten möchte, sollte sich darauf einstellen, dass vieles anders ist als in Deutschland. Und man braucht eine gewisse Zeit, bis man aufhört zu hinterfragen, wieso manche Dinge in unseren Augen umständlich gemacht werden."

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Dieser Artikel ist erschienen am 01.01.2009