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Bachelor und Master

Nebenjobs schließen Praxislücke

Teil 3: Netzwerken für den späteren Job

Das begrüßen auch viele Personalexperten, wie eine Umfrage von Studitemps auf der Fachmesse „Zukunft Personal“ ergab. Studenten erwerben zudem Kenntnisse, sogenannte Soft Skills, die im Lebenslauf sehr professionell erscheinen und das Zünglein an der Waage gegenüber Mitbewerbern sein können.

Außerdem bauen sich Studenten in einem berufsnahen Nebenjob durch den Kontakt zu Kunden und Unternehmenspartnern ein Netzwerk auf, das später bei der Arbeitssuche einen entscheidenden Mehrwert haben kann. Tatsächlich zählt für gute Berufsaussichten Arbeitserfahrung mehr als gute Noten und ein schneller Abschluss, sagen die von „unicensus 11“ befragten Akademiker, die schon seit bis zu zehn Jahren im Beruf stehen.

Die besten Jobs von allen


Einen zügigen Studienabschluss haben nur 16 Prozent der Interviewten als hilfreich erlebt, lediglich zwölf Prozent nannten gute Noten als entscheidend für den Berufseinstieg. Das Argument, zugunsten des Lernens für die Uni auf einen Nebenjob zu verzichten, hat somit auch nicht länger Bestand.

Mit Erfahrung überzeugen

Im Gegenteil: Studenten mit relevanter Arbeitspraxis sind meist selbstbewusster im Auftreten, gliedern sich besser in Unternehmensstrukturen ein und wirken auf Arbeitgeber und Kunden überzeugender. Ihre soziale Kompetenz steigt.

Das bestätigt auch die Studitemps-Umfrage: Drei Viertel der Befragten sahen in der richtigen Wahl einer studentischen Erwerbstätigkeit die Möglichkeit, schon früh zu zukünftigen Arbeitgebern Kontakt aufzubauen.