Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Personalrekrutierung

Manager für Osteuropa gesucht

UH
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Da ziehen deutsche Unternehmen der niedrigen Löhne wegen mit Produktionsstätten und Dienstleistungs-Centern nach Polen, Tschechien oder Ungarn - und finden immer schwerer Personal.
Wo ist der Nachwuchs für Osteuropa?Foto: © Kurhan - Fotolia.com
"Qualifizierte Fach- und Führungskräfte werden knapp, besonders in den technischen Berufen", stellt Moritz von Plate fest, Manager im Warschauer Büro der Unternehmensberatung Boston Consulting. Universitäten lassen sich Recruiting-Veranstaltungen von Unternehmen mittlerweile gut bezahlen, die Gehälter legten nach Studien der Personalberatung ECA International in Polen um fast fünf, in Ungarn um mehr als sechs Prozent zu - Tendenz steigend. Mit einem flächendeckenden Import von deutschen arbeitslosen Akademikern zur Schließung der Lücken rechnet von Plate indes nicht:"Vereinzelt behelfen sich Firmen zwar mit Expats, aber ohne sehr gute Sprachkenntnisse wird man hier allerhöchstens in den englischsprachigen oberen Managementebenen zurechtkommen." Und dafür stünden dann auch einheimische Manager parat, dämpft Sergey Frank von der Managementberatung Kienbaum die Hoffnungen. Vielmehr erwarten die Experten, dass die Investitionswelle weiter gen Osten schwappt, von Ungarn und Polen beispielsweise in die Ukraine. Sergey Frank: "Die Karawane zieht weiter. Erste Unternehmen haben sich schon aufgemacht."

Die besten Jobs von allen

Dieser Artikel ist erschienen am 01.01.2007