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Auslandspraktikum

Hochtief, Port Macquarie: Arroganz kommt in Australien gar nicht an

Dorothee Fricke
Sandra Ulrich, 24, macht einen Master in Baumanagement in Graz. Die Join-the-best-Stipendiatin absolviert derzeit ein viermonatiges Praktikum bei Hochtief in Port Macquarie.
Sandra Ulrich weiß, worauf es in Australien ankommtFoto: © Privat
"Mich hat es während meines Studiums immer wieder ins Ausland gezogen - zuletzt war ich Anfang des Jahres in Japan. Jetzt bin ich in Australien, und die Kontraste könnten nicht größer sein! Während in Japan alles sehr hierarchisch ist, ist hier alles sehr locker und ,easy going'. Der Chef geht abends zum Beispiel ganz einfach mit dem Team ein Bier trinken.Ich bin beteiligt am Ausbau eines Autobahnteilstücks auf dem Pacific Highway, der Brisbane und Sydney verbindet. Derzeit werden verschiedene Erd- und Drainagearbeiten durchgeführt. Meine Aufgabe ist es, zwischen den Ingenieuren und den Polieren zu vermitteln. Etwa die Hälfte meiner Arbeitszeit verbringe ich im Büro, die andere Hälfte bin ich draußen auf der Baustelle. Ich gebe Infos weiter und kontrolliere, ob alle Arbeiten durchgeführt wurden. Dabei habe ich vor allem gelernt, wie wichtig Transparenz und eine funktionierende Kommunikation sind.

Die besten Jobs von allen

Als junge Frau fühle ich mich auch auf der Baustelle absolut ernstgenommen. In der Zusammenarbeit mit den Kollegen kommt es darauf an, dass man nicht vorgibt, schon alles zu wissen. Arroganz nach dem Motto: ,Ich bin Ingenieur und du nur Polier', das mögen die Australier nämlich gar nicht."Zurück zum Text: Raus in die Welt: Praktika im Ausland
Dieser Artikel ist erschienen am 01.01.2009