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Gehalt A-Z

Gehälter von A bis Z

Junge Karriere
Von "Aktienoptionen" und "Provisionen", von "vermögenswirksamen Leistungen" bis zu den "Zielvoraussetzungen" - Junge Karriere stellt Ihnen das Gehälter-ABC vor.
Aktienoptionen

Der Stoff, aus dem die Gehaltsträume in der New Economy sind. Führungskräfte und ihre Mitarbeiter erhalten das Recht, Aktien ihres Unternehmens zu einem vorher festgelegten so genannten Bezugspreis zu erwerben. Liegt der aktuelle Kurs über dem Bezugspreis, können sie die Differenz als Gewinn einstreichen, indem sie die Aktien wieder verkaufen. Die Optionen dürfen nur ausgeübt werden, wenn das Unternehmen bestimmte Ziele erreicht, etwa einen über längere Zeit steigenden Aktienkurs. Vor allem Startups, die niedrigere Jahresgrundgehälter als die Konzerne zahlen, locken Bewerber mit Aktienoptionen.

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Arbeitgeber-Darlehen

Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern etwas Gutes tun, muss nicht immer Bargeld fließen. Beim Arbeitgeber-Darlehen ist sogar das Gegenteil der Fall: Das Unternehmen gewährt seinen Mitarbeitern Kredite, für die weit weniger Zinsen fällig werden als bei Bankkrediten – ideal beispielsweise für die Anschaffung von Immobilien. Die Zinsersparnis braucht nicht als geldwerter Vorteil versteuert zu werden. Wer Arbeitgeber-Darlehen in Anspruch nimmt, sollte vorhaben, länger im Betrieb zu bleiben.

AT-Angestellte

Außertarifliche (AT) Angestellte üben Tätigkeiten aus, die von den Tarifverträgen für die jeweilige Berufsgruppe oder Branche nicht erfasst sind. Das Gehalt wird einzelvertraglich frei ausgehandelt. Die Faustregel lautet „AT liegt über Tarif“, allerdings sollte der Mitarbeiter genau hinschauen, was in seinem Arbeitsvertrag steht: AT-Angestellte bekommen oft zwölf statt 13 oder 14 Monatsgehälter; sie haben möglicherweise einen geringeren Urlaubsanspruch als Tarifbeschäftigte; Überstunden werden nicht oder nur zum Teil vergütet. Der Betriebsrat muss an der Gestaltung der AT-Entlohnung beteiligt werden, sofern es nicht um leitende Angestellte geht.

Belegschaftsaktien

Die kleine Schwester der Aktienoption. Mitarbeiter können eine festgelegte Zahl Aktien ihres Unternehmens zu Sonderkonditionen kaufen. Anders als bei Aktienoptionen hängt die Zuteilung in der Regel nicht davon ab, dass bestimmte Unternehmensziele, etwa ein über längere Zeit steigender Aktienkurs, erreicht werden. Nach Ablauf einer Sperrfrist können die Aktien dann versilbert werden.
Betriebliche Altersversorgung

Sie ist neben der gesetzlichen Rentenversicherung und der Privatvorsorge das dritte Bein der finanziellen Absicherung für das Alter. Die Unternehmen können weitgehend selbst entscheiden, wie sie die betriebliche Altersversorgung organisieren: als Direktversicherung, Pensionskasse, Unterstützungskasse oder Direktzusage. Die Bundesregierung plant, dass die Arbeitnehmerbeiträge zu allen Modellen einer Betriebsrente künftig sozialabgabenpflichtig werden. Die Beiträge der Arbeitgeber sollen dagegen sozialabgabenfrei bleiben. Konkrete Beschlüsse stehen aber noch aus.

Bonus

Teil der variablen Vergütung, die über das Grundgehalt hinaus gezahlt wird. Der Bonus kann eine einmalige, freiwillige Leistung des Unternehmens sein („Nasenprämie“), er kann aber auch als garantierte Zahlung den Mitarbeiter für das Erfüllen einer Zielvereinbarung belohnen. Ein typischer Bonustermin ist das Jahresende.

Cafeteria-System

Wie in der Firmenkantine nimmt man sich das vom Incentive-Buffet, was einem am besten schmeckt. Einige wenige Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern an, sich ihre Benefits selbst zusammenzustellen. Je nach Lebenssituation fühlt sich der eine mehr durch einen subventionierten Parkplatz, der andere durch einen kostenlosen Bügeldienst oder Kindergartenplatz motiviert.

Direktversicherung

Das Steuergeschenk für Arbeitnehmer, die auf die betriebliche Altersversorgung setzen. Teile des Gehalts werden vom Unternehmen direkt einbehalten und in eine Lebensversicherung für den Mitarbeiter eingezahlt. Dieser Betrag kann vom Arbeitgeber bis zu einer Höhe von 3.408 Mark pauschal mit 20 Prozent versteuert werden. Die Versicherung muss mindestens fünf Jahre und bis zum 60. Geburtstag des Arbeitnehmers laufen.

13./14. Gehalt

Das Weihnachts- und Urlaubsgeschenk des Arbeitgebers ist meistens schon verplant, bevor es überhaupt auf dem Konto ist. Höhe und Anzahl dieser freiwilligen Leistungen variieren stark. Manche Unternehmen zahlen allen das gleiche, andere unterscheiden nach Dienstjahren. In schlechten Zeiten gibt’s mitunter gar nichts oder Gehaltserhöhungen werden nur auf zwölf Gehälter bezogen, nicht auf 13 oder 14. In guten Zeiten hingegen zahlen manche Unternehmen sogar 14,5 Gehälter.

Essensgeld

Der Arbeitgeber wandelt einen Teil des Bruttogehalts in einen Essenszuschuss um und spart so Lohnnebenkosten; der Arbeitnehmer zahlt den von der Finanzverwaltung festgelegten Sachbezugswert aus seinem versteuerten Einkommen und erhält dafür zum Beispiel Restaurantschecks, deren Kaufkraft den steuerlichen Nachteil mehr als wettmachen. Ein solcher Kniff ist vor allem bei Gehaltserhöhungen zu überlegen, wenn die Steuerprogression zuschlägt. Solche Schecks können in Restaurants oder Lebensmittelgeschäften eingelöst werden.

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