Trainee-Gehalt

Fünf Prozent weniger als Direkteinsteiger, aber...

Anne Koschik
Wer das Glück hat, eine Traineestelle zu erwischen, hat beim Gehalt oft das Nachsehen gegenüber Direkteinsteigern. Dafür ist den Traineekandidaten in der Regel der schnelle Aufstieg im Unternehmen sicher. Da heißt es abwägen...
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Foto: Dioptria/SXC

Erfreuliche Entwicklung

Trainees verdienen im Durchschnitt fünf Prozent weniger als Direkteinsteiger. Das ist das Ergebnis einer Studie des Beratungsunternehmens Alma Mater, das für seine Vergütungsstudien bekannt ist. Das zu erwartende Jahresbrutto für Trainees liegt demnach bei 37.500 Euro. 32.000 Euro wurden als untere Grenze ermittelt und bei 42.000 Euro ist schon das Ende der Fahnenstange erreicht.


Die aktuelle Kienbaum-Trainee-Studie zeigt ein etwas anderes Bild: Von den 123 dort befragten Unternehmen gaben immerhin zwölf Prozent an, ihren Trainees bereits im ersten Jahr 50.000 Euro und mehr zu zahlen. Knapp 70 Prozent nannten ein Fixgehalt von mindestens 40.000 Euro. Zusatzleistungen in Form von Wohnungszuschüssen, Verpflegungspauschalen oder leistungsbezogenen Prämien bieten elf Prozent der Unternehmen ihren Trainees an.

Auch am Gehalt ist zu erkennen, welchen Stellenwert die Unternehmen in den unterschiedlichen Branchen den Traineeprogrammen beimessen. Am meisten verdienen Trainees in der Elektrotechnik, der Konsumgüterindustrie, in Chemie und Pharma, im Automobilbau und in der Versorgung. Unterdurchschnittliche Trainee-Gehälter zahlen unter anderem die Medienbanche, der öffentliche Dienst und auch Beratungsunternehmen, so die Alma Mater-Studie.

Letztlich muss jeder Bewerber für sich entscheiden, was ihm die Traineestelle wert ist: Gilt sie im Unternehmen als Karriereeinstieg, so ist das etwas geringere Gehalt gegenüber dem Direkteinstige wohl zu verschmerzen.
Dieser Artikel ist erschienen am 23.09.2011
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