Praktikum

Die Fair Company Regeln

karriere.de
Mehr als 1800 Unternehmen unterstützen die Initiative Fair Company. Damit ein Unternehmen zu einer Fair Company wird, muss es sich dazu verpflichten, bestimmte Regeln einzuhalten. Sie sorgen für faire Praktikumsbedingungen.
Fair Companies ersetzen keine Vollzeitstellen durch Praktikanten, Volontäre, Hospitanten oder Dauer-Aushilfen.

Praktika dienen dazu, praktische Erfahrungen und neue Kenntnisse zu sammeln. Auch wenn Praktikanten in Projekte eingebunden sind und feste Aufgaben übernehmen, ersetzen sie keine festangestellten Mitarbeiter. Trainees und Volontäre erhalten einen Ausbildungsplan und einen existenzsichernden Lohn.
Fair Companies vertrösten keinen Hochschulabsolventen mit einem Praktikum, der sich auf eine feste Stelle beworben hat.

Bewerber müssen nicht erst mit einem Praktikum einem potenziellen Arbeitgeber beweisen, dass sie für eine Festanstellung geeignet sind. Um sich gegenseitig und die Arbeitsaufgaben kennenzulernen, ist die reguläre Probezeit da.
Fair Companies ködern keinen Praktikanten mit der vagen Aussicht auf eine anschließende Vollzeitstelle.

Bestehende Praktikumsverhältnisse werden nicht mit dem Hinweis verlängert, dies ebne den Weg in die Festanstellung.
Fair Companies bieten Praktika vornehmlich zur beruflichen Orientierung während der Ausbildungsphase.

Praktikumsplätze werden überwiegend für Studenten angeboten. Ein Hochschulabschluss darf keine Bedingung für eine Beschäftigung als Praktikant sein. Freiwillige Praktika nach einem abgeschlossenen Studium (Bachelor oder Master) sind jedoch möglich. Das gilt auch für Studierende in einem Zweit- oder Aufbaustudium.
Fair Companies zahlen Praktikanten eine adäquate Aufwandsentschädigung.

Entscheidend für die Höhe des Lohns sind das Aufgabengebiet und die Vorkenntnisse des Praktikanten sowie die Dauer des Praktikums. Bei mehrmonatigen Einsätzen sollte sich das Salär am Bafög-Höchstsatz von zurzeit 670 Euro pro Monat orientieren, mindestens aber bei 300 Euro liegen. Eine geringere Bezahlung gibt es nur bei kurzen Schnupper-, Schüler- und Vorpraktika.
Fair Companies informieren Praktikanten über das Regelwerk.

Die Praktikanten sollen wissen, auf welche Regeln sich das Unternehmen einlässt. Diese Form der Transparenz ist ein unverzichtbarer Bestandteil des funktionierenden Feedback-Systems. Wir rufen die Praktikanten dazu auf, uns von ihren Erfahrungen in den Unternehmen zu berichten.
Fair Companies machen Praktikanten auf die Feedback-Adresse aufmerksam.

Die Einhaltung der Regeln basiert auf der freiwilligen Selbstverpflichtung des Unternehmens und dem funktionierenden Feedback-System für Praktikanten. Oberstes Gebot bei bei der Bearbeitung eingehender Beschwerden ist es, die Anonymität des Beschwerdeführers zu wahren.
Fair Companies sind transparent.

Unternehmen kommunizieren ihre Fair Company-Teilnahme online und verpflichten sich dazu, auf die Regeln und Kontaktmöglichkeiten auf karriere.de zu verweisen.
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So werden auch Sie eine Fair Company:
Nehmen Sie einfach telefonisch oder per Mail Kontakt mit uns auf:
E-Mail: faircompany@karriere.de
Telefon: 02 21/47 44 58-17

  Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie sind Praktikant(in) und Ihr Unternehmen hält sich nicht an die Regeln? Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
faircompany@karriere.de  


Dieser Artikel ist erschienen am 22.07.2010
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