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Mehr Gehalt

49 000 Euro - Ärztin für Anästhesie und Intensivtherapie

Ulrike Heitze
Katharina von Roda, 28, ist seit drei Jahren Ärztin für Anästhesie und Intensivtherapie am Helios Klinikum Erfurt. Darüber hinaus absolviert sie derzeit bei Helios eine zusätzliche Managementausbildung. Sie verdient rund 49000 Euro pro Jahr, plus Zulagen für Schichtdienste, deren Zahl sie sich aussuchen kann.
Katharina von Roda, 28, arbeitet in den Helios Kliniken in ErfurtFoto: © Bertram B
Bei Ärzte-Gehältern reichen die Klischees vom schwerreichen Gott in Weiß bis zum bettelarmen, ausgebeuteten Nachwuchsmediziner. Wie sieht es bei Ihnen aus?
Ich bin sehr zufrieden. Ich verdiene 4100 Euro pro Monat. Und je nachdem, wie viele Dienste ich übernehme, kommen noch mal ein paar Hundert Euro dazu. Ich weiß von Freunden und Kommilitonen, die viel schlechter dran sind. Sie verdienen weniger, kämpfen mit ihrer Arbeitsbelastung oder kriegen keine Fortbildung. Ich bekomme diese sogar bezahlt und werde dafür freigestellt. Das ist längst nicht üblich.
Viele Ärzte schieben jeden Monat unzählige Sonderschichten, um ihr Gehalt aufzubessern. Wie ist das bei Ihnen? 
Wir haben 24-Stunden-Dienste - acht Stunden normal arbeiten und 16Stunden Bereitschaft. Davon kann jeder so viele machen, wie er kann oder mag. Ich mache die Dienste aber eigentlich nicht des Geldes wegen, sondern um Erfahrung zu sammeln. Das ist mir viel wichtiger.

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Verhandeln Sie Ihr Gehalt?
Nein, bisher nicht. Ich werde nach Tarif bezahlt. Und Erhöhungen handelt für uns der Ärzteverband Marburger Bund aus. Da hat es auch erst vor kurzem eine Anhebung gegeben. 150 Euro im Monat. Wenn man Oberarzt geworden ist, kann man anfangen, Teile seines Gehalts zu verhandeln.
Wäre das was für Sie?
Ehrlich gesagt bin ich noch nie auf die Idee gekommen, mehr zu verlangen. Ich komme gut klar. Als ich hier angefangen habe, war mir gar nicht bewusst, dass das gut bezahlt ist. Mir war nur die Option wichtig, mich schnell auf die Intensivmedizin stürzen zu können. Übers Gehalt hab ich mich erst später gefreut.
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Dieser Artikel ist erschienen am 01.03.2009