Studium

3. Teil: Maschinenbau, Ingenieurwesen, Informatik

A. Himmelrath, B. Mersch
Foto: © Junge Karriere
"Wir sehen eine ernst zu nehmende Lücke, die sich auch in den kommenden Jahren nicht schließen wird", sagt Martina Offermanns vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Über Praktika und Stipendien versuchen Unternehmen deshalb, gute Studenten schon so früh wie möglich an sich zu binden. Ein abgeschlossenes Ingenieurstudium allein ist aber noch keine Erfolgsgarantie. "Weil die Studenten mit einer solchen Vielzahl von Angeboten konfrontiert werden, fällt ihnen die Entscheidung für eine Branche oft schwer", sagt Martina Offermanns. Sie leitet beim VDI die Karriere-Abteilung und rät den angehenden Ingenieuren, schon zu Beginn des Studiums die eigenen Ziele klar zu definieren - trotz der straffen Stundenpläne in den Bachelor- und Master-Studiengängen: "Für Auslandssemester und Praxiserfahrungen sollten sie sich trotzdem genügend Zeit nehmen."
Die Lage in der IT- und Telekommunikationsbranche ist ebenfalls gut. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) erwarten 73 Prozent der Unternehmen aus der Hightech-Industrie für 2008 steigende Umsätze - gute Bedingungen für zusätzliche Stellen. 57 Prozent der Unternehmen planen, in diesem Jahr neue Mitarbeiter einzustellen. Allein bei Softwarefirmen und IT-Dienstleistern sind in den letzten sechs Jahren 82 000 neue Jobs entstanden. Das Junge-Karriere-Ranking zeigt: Ausnahmslos jedes der befragten IT-Unternehmen sucht derzeit Informatiker. Interessant sind die Absolventen außerdem für die Elektroindustrie (69,2 Prozent). Wirtschaftsinformatiker haben auch bei Banken gute Aussichten (57,1 Prozent).
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Nach Ansicht der Personaler kommen die besten FH-Absolventen der Wirtschaftsinformatik aus Furtwangen. Die Fachhochschulen in Karlsruhe und Wedel erreichen mit 28,4 Prozent und 20,0 Prozent ebenfalls viele Nennungen. Bei den Unis landete in diesem Fach die Technische Universität Darmstadt mit Abstand auf dem besten Platz - deutlich vor der TU München und der Uni in Mannheim. In Darmstadt hat die Wirtschaftsinformatik Tradition. An der technischen Uni wurde das Fach schon vor über 30 Jahren eingeführt. "Wir waren die Ersten in Deutschland", sagt Peter Buxmann, Studiendekan der Fakultät Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Das Besondere: Die Studenten absolvieren jeweils zwei Drittel eines kompletten BWL- und Informatikstudiums. "Sie wissen also, was Interdisziplinarität heißt", sagt Buxmann.
Das Gleiche gilt für das Fach Wirtschaftsingenieurwesen, das ebenfalls an der Hochschule angeboten wird und einem ähnlichen Prinzip folgt. Die inhaltliche Ausrichtung überzeugt Personaler: Im Junge-Karriere-Ranking landete die Universität mit 35,9 Prozent auf dem zweiten Platz direkt hinter der Universität Karlsruhe.
Dieser Artikel ist erschienen am 30.05.2008

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