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Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten Joachim Gauck, und Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, besuchen Schülerfirmen des Fachnetzwerks Schülerfirmen der DKJS in Wolmirstedt, Sachsen-AnhaltFoto: Martin Altmann/DKJS
Klasse Unternehmen

In den Startlöchern für Gründerkarrieren

AK
Die deutsche Gründermentalität wächst. Das zeigt sich immer früher: Jetzt haben Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten und Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), und Reiner Haselhoff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, drei Schülerfirmen als "Klasse Unternehmen" ausgezeichnet.
Die Preise wurden erstmalig innerhalb des Fachnetzwerks Schülerfirmen der DKJS vergeben, das durch die Heinz Nixdorf Stiftung gefördert wird.

Und das sind die Sieger:

  • Platz 1: die Medien & Büro SAG der Lenné-Gesamtschule Potsdam, die Soft- und Hardwaredienstleistungen sowie Schulungen für Pädagogen und Grundschüler anbietet
  • Platz 2: die KREA(K)TIV S-GmbH, Sekundarschule "Am Baumschulenweg", Genthin, die professionell Ton- und Töpferwaren herstellt und auf regionaler Ebene Kurse anbietet
  • Platz 3: die VitaBox Schüler-GmbH der CJD Christophorusschule, Rostock, die die Sportleistungsklasse mit gesunder Pausenverpflegung versorgt und mit Forschungsaktivitäten im Bereich der Lebensmitteltechnologie überzeugt.

Sie sind die besten von 90 Bewerbern, die sich allesamt in einjähriger Fleißarbeit das Qualitätssiegel KLASSE UNTERNEHMEN errungen haben. "Das Siegel macht sichtbar, was täglich passiert: dass ein Schülerunternehmen nicht nur eine gute Idee braucht, sondern aktive Mitarbeitende, die sich u. a. mit Fragen der Unternehmensentwicklung und -verbesserung auseinandersetzen. Das Siegel soll auch helfen, neue Kunden zu gewinnen und die Kooperation mit regionalen Unternehmen zu unterstützen", sagt Matthias Krahe, Leiter des Fachnetzwerks Schülerfirmen.

"Kreative Köpfe braucht unser Land"

Ausgewählt wurden die Sieger durch eine Jury aus Vertretern des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages und Chefredakteuren der WirtschaftsWoche und Karriere.de. Für ihre Leistungen konnten die Schülerfirmen Geldpreise in Höhe von insgesamt 3000 Euro entgegennehmen.

"Ich freue mich, dass die Zahl der Schülerfirmen wächst. Kreative Köpfe braucht unser Land. Und wer weiß: Vom Schülerfirmengründer zum erfolgreichen Unternehmer ist es vielleicht nur ein kleiner Schritt", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff bei der Preisverleihung.

Beispiele dafür gibt es bereits: So war Alexander Keck, der heutige CEO von Einfach machen lassen.de, Pionier mit Rostocks erste Schülerfirma. Er betont, dass "die eigene Firma zu Schulzeiten und die unternehmerische Prägung durch meine Familie" ganz klar seinen Weg in die Selbständigkeit bereitet hätten.

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Infos:
Im Fachnetzwerk Schülerfirmen sind mehr als 5000 Jugendliche in 520 Schülerfirmen tätig. Kooperationen bestehen mit Landesministerien, Unis und Unternehmen vor Ort. Die Schülerfirmen machen auch Erfahrungen in der Unternehmensnachfolge und sind kreativ im Recruiting.


Dieser Artikel ist erschienen am 19.11.2014