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Die Köpfe hinter Compeon
Foto: Compeon
Start Me Up | VERLAGSSPEZIAL

Compeon macht den Finanzcheck für Unternehmen

Compeon
Geschäftsfeld / Branche: Finanzportal für Mittelständische Unternehmen
Produkt: Online Finanzierung, Leasing und Geldanlage
Gründungsdatum: 01. 10. 2012
Gründer: Kai Böringschulte, Dr. Nico Peters, Frank Wüller
Anzahl Mitarbeiter: 11
Adresse: PBW Finanzportale GmbH & Co. KG, Münsterstr. 5, 48282 Emsdetten
Web: www.compeon.de/

Das Start-up COMPEON bietet gewerbliche Finanzangebote (Finanzierung, Leasing und Geldanlage) für mittelständische Unternehmen im Netz an. Seit es Online-Vergleichsplattformen wie check24.de oder interhyp.de gibt, kennt man Bankangebote aus dem Privatkundengeschäft. Die Transparenz über Bankkonditionen aus dem gewerblichen Bereich war bislang eher gering.

COMPEON will mit seinem Finanzportal einen neutralen Marktüberblick für Unternehmen, Selbstständige und Freelancer geben und hat dafür Kooperationen zu zahlreichen Banken aufgebaut.


Warum wartet die Welt auf COMPEON?

Mittelständische Unternehmen profitieren mit COMPEON erstmals von einer transparenten Vergleichsbasis, weil wir die Onlinekanäle für gewerbliche Bankangebote öffnen und damit einen effizienteren Zugang zu mehreren Banken ermöglichen. Unternehmen haben dann die Möglichkeit, am Ende das für sie beste Angebot auszuwählen.

Gleichzeitig macht COMPEON die Vorteile des Onlinekanals für Banken und Leasinggesellschaften nutzbar und liefert diesen kosteneffiziente Akquisemöglichkeiten und Neukunden.

Was kann COMPEON, das andere nicht können?

COMPEON funktioniert wie eine Kommunikationsplattform. Gewerbliche Kunden platzieren auf unserem Portal zunächst ihren Bedarf (z.B. die Finanzierung für eine bestimmte Maschine im Wert von, sagen wir, 400.000 €), der von uns den eingegliederten Banken strukturiert offengelegt wird.

Diese haben dann die Möglichkeit, konkrete Konditionen auf die entsprechende Nachfrage zu platzieren. Der Kunde, also beispielsweise das mittelständische Unternehmen, kann unter den verschiedenen Angeboten das für sich Passende auswählen und mit der entsprechenden Bank das Geschäft abwickeln.


Die GesprächspartnerDie Gründer auf einen Blick. Das Interview führte Dr. Nico Peters (rechts im Bild)Foto: Compeon
Wer sind die Kunden von COMPEON und wie bauen Sie Bekanntheit auf?

COMPEON führt mittelständische Unternehmen und Banken zusammen und zählt damit zu den B2B-Marken. Bei B2B-Marken kommt es ganz besonders auf die Zielgruppenbekanntheit und das Markenimage an.

Um die Marke bei den von uns adressierten Kunden noch bekannter zu machen, arbeiten wir auf zwei Ebenen: Zum einen sprechen wir mittelständische Unternehmen direkt an (sowohl online als auch offline), zum anderen versuchen wir, Multiplikatoren zu gewinnen. Dies können zum Beispiel Steuerberater, Produkthersteller oder Unternehmensberater sein, die COMPEON nutzen, um es für ihre eigenen Mandanten oder Kunden einzusetzen.

Was waren die kritischen Phasen der Unternehmensgründung?

Die ersten Banken als Kooperationspartner zu gewinnen, ohne ein live-geschaltetes Produkt am Markt zu haben, das war eine große Herausforderung, vor der wir anfangs standen und die wir erfolgreich bewältigt haben. Ganz nach der Haltung eines 'Lean-Start-ups', war es für uns bereits in der Entwicklungsphase wichtig, Interviews zu führen, Produkte und Prozesse zu testen und diese laufend zu optimieren. Wir haben mit unseren 80 Partnerbanken individuelle Kooperationsverträge, und da gilt es, vor Ort zu sein und die Banken von unserem Produkt zu überzeugen.

Vor allem in der Startphase war es natürlich enorm wichtig, unser Produkt in zwei Richtungen zu verkaufen. Wir mussten zum einen Banken gewinnen, die auf dem Portal arbeiten und Angebote einstellen, zum anderen galt es, Unternehmen davon zu überzeugen, Anfragen auf der Plattform einzustellen.

Momentan befindet sich COMPEON in einer Wachstumsphase, in der wir unterschiedliche Entwicklungspfade bewerten und den optimalen Weg in die Zukunft unseres Unternehmens festlegen müssen.

Die Internetseite compeon.deEine Vorschau auf compeon.deFoto: Compeon
Ist Recruiting ein Thema für Sie?

Als junges Unternehmen sind wir immer auf der Suche nach tatkräftiger Unterstützung und wollen neue dynamische Mitarbeiter mit hoher Einsatzbereitschaft von uns überzeugen.

Derzeit bauen wir neben unserem Standort im Münsterland einen weiteren in Düsseldorf auf. Dabei liegt unser Fokus sowohl auf erfahrenen Bankern und Mitarbeitern im Customer-Relationship-Management als auch auf kreativen Denkern und professionellen IT-Entwicklern.

Auch wenn Hochschulabsolventen eine bedeutende Zielgruppe in unseren Recruiting-Prozessen darstellen, beschränken wir uns nicht auf diese Mitarbeitergruppe. Wenn tief gehende, fachliche Fragen aus der Praxis heraus beantwortet werden müssen, ist es sinnvoll, erfahrene Praktiker im Unternehmen zu haben, die Kreditgeschäfte gelernt und bereits länger geführt haben.

Ist es in Bezug auf Recruiting hilfreich, sich als Start-up zu deklarieren?

Der Begriff "Start-up" ist insbesondere bei Hochschulabsolventen ein aussagekräftiger Begriff, mit dem viele Bewerber einen spannenden Karrierestart verbinden. Das Schöne an einem jungen, wachsenden Unternehmen ist vor allem, dass die ersten Mitarbeiter noch in der Lage sind, Strukturen aufzubauen und Prozesse zu entwickeln. Sie werden damit besonders wertvoll und prägend für das Unternehmen.

Gibt es so etwas wie ein positives Klischee zu "Start-ups" Wofür steht es aus Ihrer Sicht?

Ein positives Klischee, das auch auf unser Unternehmen zutrifft, ist, dass wir schnell in der Lage sind, uns auf veränderte Marktbedingungen einzustellen, sofort zu reagieren und neue Anforderungen umzusetzen.

Wir sind jung, dynamisch und bieten viele Möglichkeiten, sich zu verändern. Da wir mit vielen Banken und Unternehmen zusammenarbeiten, sind aber auch viel Arbeit, seriöses Auftreten sowie fundiertes und authentisches Agieren selbstverständlich. Mit dem Begriff "Start-up" gehen wir also insgesamt eher vorsichtig um. Beispielsweise ist dieses Image nicht immer das Richtige, wenn es um Vertrauen, Stabilität oder enge Geschäftsbeziehungen geht, da man unter Umständen eher diverse Instabilitäten mit einem Start-up verbinden könnte.

Welches sind die wichtigsten Faktoren für die nächste Entwicklung des Unternehmens?

Unsere Kunden bringen immer wieder zum Ausdruck, dass sie insbesondere von unserer Unternehmensdynamik beeindruckt sind. Wir vermögen es, mit unserem Team schnell und effizient Lösungen zu entwickeln, umzusetzen und einzuführen. Dieser "Schnellboot"-Charakter ist meines Erachtens der wesentliche Faktor für unseren Erfolg. Und diesen gilt es auch bei den nächsten Entwicklungsschritten zu bewahren. Natürlich werden wir auch weiterhin in eine Verbreiterung unseres Angebots in Richtung Produkte und Märkte investieren. Deshalb ist ein weiteres zentrales Thema, auf das wir uns zukünftig fokussieren werden, ganz klar der Ausbau unseres Teams.

Unsere Fragen wurden beantwortet von Dr. Nico Peters
Dieser Artikel ist erschienen am 24.10.2014