Annette Häfele kommt aus einer Männerwelt: Während ihres Maschinenbau-Studiums an der RWTH Aachen war die Frau eine Rarität im Hörsaal, eine kleine Sensation. Und so fühlte sie sich anfangs ziemlich unwohl bei dem BCG-Workshop speziell für Frauen.
Von Beratung hatte sie noch nie etwas gehört, aber eins war ihr nach dem Studium klar: "Ich will mich noch nicht spezialisieren."Drei Tage lang bearbeitete sie mit einer BWLerin, einer Medizinerin, einer Biologin und einer Soziologin Fallstudien und lernte den Berater-Alltag kennen. "Wir hatten unglaublich spannende Diskussionen. Diese Vielfalt kannte ich aus Studium und Praktika bisher nicht", erzählt sie. Eigentlich wollte die 28-Jährige, die fließend Spanisch und Portugiesisch spricht und zum Teil in Brasilien studiert hat, nach ihrem Abschluss im produzierenden Gewerbe anfangen, etwa in der Autobranche. Sie bewarb sich aber doch spontan bei BCG und stieg vor zwei Jahren ein.Häfele berät vor allem Industriegüterunternehmen, die effizienter produzieren wollen. Auch in ihrem jetzigen Alltag erlebt sie, dass sie anders behandelt wird als ihre männlichen Kollegen. Gerade bei sehr technischen Projekten, in denen die Kundenteams häufig nur aus Männern bestehen, hat sie ab und zu das Gefühl, sich noch mehr beweisen zu müssen. "Aber wenn ich gute Leistung zeige, akzeptieren sie mich", sagt sie. Und so glaubt Häfele nicht, dass Frauen in der Beratung speziell gefördert werden sollten.Zurück zum Text: Traumjob Berater?!
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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