24 Monate - so lange gibt sich Oliver Ehrlich Zeit, dann soll der Doktortitel vor seinem Namen stehen. Ein straffes Programm, aber seiner Meinung nach bei guter Organisation machbar.
"Die größte Herausforderung ist die, von Team- auf Selbstmotivation umzuschalten." Nach zwei Jahren als Fellow bei McKinsey promoviert der 28-jährige Diplom-Kaufmann nun an der Handelshochschule Leipzig über das "Vertriebskanalwahlverhalten von Konsumenten". Schlendern die Deutschen zur Befriedigung ihrer Kauflust durch die Läden? Oder surfen sie lieber durchs Internet? Solchen Fragen wird er nachgehen.Sein Arbeitgeber stellt ihn dafür bis zu drei Jahre frei, ein Jahr bei voller Bezahlung. Promotion oder MBA ist Pflicht bei McKinsey, 80Prozent entscheiden sich für den Doktortitel. Anders als bei der Konkurrenz muss man sich nach der Promotion aber nicht verpflichten, weiter als Berater zu arbeiten.Ehrlich kam 2005 über ein von McKinsey unterstütztes Seminar an der Universität Münster mit der Strategieberatung in Kontakt. Der Bewerbungsmarathon für ein Praktikum war nahezu identisch mit dem für eine Festanstellung, er brachte ihn erfolgreich hinter sich und übernahm das erste Projekt. Es lief gut: Der Berater-Job überzeugte ihn, und auch McKinsey war mit dem BWLer zufrieden, der signalisierte, nach seinem Abschluss fest einsteigen zu wollen.Acht Projekte liegen nun hinter ihm. Er hat viel gesehen und gelernt in den zwei Jahren als "Meckie", aber es war auch anstrengend. Deshalb freut er sich auf die Chance, die Uni-Zeiten wiederbeleben zu können. Der Druck aber bleibt: Ob es bei McKinsey nämlich einen Plan B gibt, wenn die Promotion nicht im ersten Anlauf klappt, weiß Ehrlich nicht.Zurück zum Text: Traumjob Berater?!
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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