Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales, unterstützt die Initiative Fair Company als Schirmherr. In seinem Grußwort betont er, wie wichtig der faire Umgang mit dem Nachwuchs ist.
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Rund 1000 Unternehmen haben sich inzwischen der Initiative "Fair Company" angeschlossen. Ich beglückwünsche die Initiative zu diesem beeindruckenden Erfolg. Er ist auch ein Zeichen dafür, dass Mitarbeiterorientierung in den Unternehmen zunehmend in den Focus der Aufmerksamkeit rückt. Dies ist nicht nur eine Frage der Moral, sondern auch ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft.Praktika sind grundsätzlich etwas sehr Sinnvolles, denn sie bieten jungen Menschen die Möglichkeit, in die Berufswelt hineinzuschnuppern und Erfahrungen zu sammeln, die im Klassenzimmer oder Hörsaal nicht vermittelt werden können. Sich rechtzeitig in der einen oder anderen Branche umzuschauen, hilft bei der beruflichen Orientierung. Unternehmen benötigen ihrerseits praktisch erfahrene und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese im Prinzip gute Qualifizierungsmöglichkeit darf nicht missbraucht werden. Praktika dürfen reguläre Arbeit nicht ersetzen.Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg in Europa und der Welt basiert auf Motivation, Einsatzbereitschaft und Fachwissen. Diese Eigenschaften entfalten sich in Unternehmen besonders dann, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen Anerkennung und Respekt erfahren. GUTE ARBEIT – rechtlich abgesichert, fair bezahlt, familienfreundlich, mit vorbildhaftem Gesundheits- und Arbeitsschutz und ausreichenden Weiterbildungsmöglichkeiten, das ist ein ganz wichtiges Ziel - sozial und wirtschaftlich.Mitarbeiterorientierung und ein fairer Umgang mit den Beschäftigten im Unternehmen machen sich betriebswirtschaftlich bezahlt. Dies belegen die Ergebnisse des Forschungsvorhabens "Unternehmenskultur, Arbeitsqualität und Mitarbeiterengagement in den Unternehmen in Deutschland". Bis zu einem Drittel des Finanzerfolges hängt demnach direkt am Engagement der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.Ein Management, das sich um Menschen kümmert, steigert die Leistungsfähigkeit, sichert die Gewinne und die eigene Zukunft. Wer sich sicher und fair behandelt fühlt, kann mit Veränderung besser umgehen. Wer gute Arbeit leisten kann, treibt Innovationen voran. Die Untersuchungsergebnisse zeigen auch, dass Engagement und Motivation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in außerordentlich hohem Maße von der erlebten Unternehmenskultur beeinflusst werden. Wenn sich die Beschäftigten persönlich wahrgenommen und geachtet fühlen, sind sie zu größerem Engagement bereit. Wenn sie Teamgeist erleben und sich als wertvoller Teil des Unternehmens geschätzt wissen, steigen Leistung und Einsatz.Leider praktizieren noch nicht alle Unternehmen einen fairen Umgang mit ihren Beschäftigten. Ein jüngst veröffentlichter Forschungsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zeigt hier Defizite auf. Die ermittelte Situation der Praktikantinnen und Praktikanten verdeutlicht, dass im Hinblick auf die Vergütung von Praktikanten mit abgeschlossener Berufsausbildung Handlungsbedarf besteht. Das Bundesarbeitsministerium hat insbesondere gesetzliche Klarstellungen vorgeschlagen. Dies soll ein Beitrag sein, den Missbrauch von Praktika künftig zu vermeiden. Denn wir brauchen mehr "Fair Company" - Unternehmen, die ihrer Verantwortung für die junge Generation gerecht werden.Das "Fair Company"-Logo" hat sich als Gütezeichen für einen fairen Umgang mit Praktikanten etabliert. Es wird zunehmend bekannter und prägender. Ich unterstütze deshalb gerne mit meinen Partnern im Rahmen der Initiative „Neue Qualität der Arbeit" die Anliegen von "Fair Company".
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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