Duc Pham, 28, ist seit einem Dreivierteljahr Einkäufer für Laufsportartikel bei Perfacts, einem mittelständischen Sportartikelhersteller mit Sitz in Dorsten. Er verdient 30000 Euro pro Jahr plus Bonus. Studiert hat der Hobbyläufer BWL in Würzburg. Perfacts ist nach einer Sprachkursfirma sein zweiter Arbeitgeber.
Sie verdienen 2500 Euro pro Monat. Drei Jahre nach dem Studium ist das nicht gerade üppig. Zufrieden? Ja, völlig. 30000 bis 40000 Euro sind im Sportbereich recht üblich. Zu meinen 2500 Euro kommt ja einmal jährlich noch ein Bonus von bis zu zwei Monatsgehältern. Geld stand für mich bei der Entscheidung für diesen Job ohnehin nicht im Vordergrund.Sondern? Die Stelle passt 100-prozentig zu mir. Ich bin Sportler und konnte mein Hobby zum Beruf machen. Wir leben hier mit unseren Produkten, es geht mehr um Qualität als um Quantität. Das motiviert mich zurzeit deutlich stärker, als einfach viel Geld zu verdienen.Gar kein bisschen neidisch?
Ich habe Kommilitonen, die sind bei McKinsey gelandet. Die verdienen vielleicht 150000, 180000 Euro, müssen dafür aber bestimmt 80 Stunden pro Woche im Büro verbringen. Nein, mit denen möchte ich nicht tauschen. Das wäre es mir nicht wert. Ich muss nicht jeden Tag Essen gehen oder zigmal pro Jahr in den Urlaub fahren.Einmal im Jahr müssen Sie über Ihre Ziele und den Bonus sprechen. Unangenehm? Nein, hier bei Perfacts nicht. In meinem früheren Job war das aber anders.Warum? Ich habe im Vertrieb für einen großen Sprachkursanbieter gearbeitet. Das war meine erste Stelle nach dem Studium. Da waren Zielvorgaben und Provisionen jeden Monat ein Thema. Die Hälfte meines Gehalts war damals variabel. Das war mir sehr unangenehm.Verdienen Sie heute mehr als damals? Nein, in etwa das Gleiche. Aber mit dem Unterschied, dass ich heute sicher weiß, was am Monatsende auf dem Konto landet. Das beruhigt sehr.Zurück zum Text: Verhandeln Sie trotz Krise Ihr Gehalt
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
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Foto: G. Altmann/Pixelio
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