3. Teil: Maschinenbau, Ingenieurwesen, Informatik


Uni_Maschbau Foto: © Junge Karriere

Studienanfänger, die sich stärker auf die Praxis als auf die Forschung konzentrieren möchten, sollten dagegen einen Studiengang an einer Fachhochschule vorziehen. Die Ausbildung an einer FH ist praxisorientierter als die an einer Uni. Durch die Einführung der neuen Bachelor- und Master-Abschlüsse sind zwar auch die Universitäten aufgefordert, ihre Angebote stärker auf die Bedürfnisse von Arbeitgebern abzustimmen - in der Praxis bleibt die Trennung zwischen Fachhochschule und Universität jedoch häufig bestehen. "Wir haben einen Forschungsauftrag", sagt Jürgen Becker von der Uni Karlsruhe, "und daran halten wir auch fest." Für die Studenten habe es Vorteile, wenn sich die FHs dagegen weiterhin stärker auf die Praxis konzentrieren: "So kann jeder Student die Hochschulform wählen, die am besten zu ihm passt."

Was die Berufsaussichten angeht, haben FH-Absolventen gute Karten. Das Junge-Karriere-Ranking zeigt: Viele Personaler beurteilen die Ausbildung an einer Fachhochschule sogar besser als die an einer Universität. Die Fachhochschulen punkten nach wie vor bei der Vermittlung von praktischen Kompetenzen. 72,9 Prozent der Personaler finden, dass die FH-Absolventen hier die besseren Karten haben. 83,6 Prozent loben zudem besonders die kürzere Studiendauer.In den Fächern Maschinenbau und Elektrotechnik belegt jeweils die Fachhochschule München den Spitzenplatz. Zu den Gewinnern in allen Fächern zählt die Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft. Sie ist die beste Ausbildungsstätte für Wirtschaftsingenieure, den zweiten Platz belegt sie in Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau und Elektrotechnik. Und bei den Informatikern wird sie an dritter Stelle genannt. In der Summe konnte sich die Fachhochschule also in fünf Fächern einen der vordersten drei Plätze sichern.

FH_Maschbau Foto: © Junge Karriere

"Wir profitieren von der Technologie-Region in und um Karlsruhe", sagt FH-Rektor Karl-Heinz Meisel. Die Hochschule habe enge Kontakte zur Wirtschaft, die die Studenten schon während ihres Studiums nutzen können. Wie alle Fachhochschulen in Baden-Württemberg werden nur Professoren berufen, die mindestens drei Jahre in einem Unternehmen gearbeitet haben. Die Jobaussichten der Absolventen sind gut. Über 95 Prozent finden innerhalb von drei Monaten eine Stelle, zeigt eine Erhebung der Hochschule. Und mehr als 60 Prozent müssen nicht mal eine Bewerbung abschicken - sie bleiben gleich in dem Unternehmen, in dem sie ihre Abschlussarbeit geschrieben haben.

Doch egal ob Uni oder FH - auf dem Arbeitsmarkt werden die Absolventen händeringend gesucht. Dem deutschen Arbeitsmarkt stehen zurzeit viel zu wenig Fachkräfte zur Verfügung. Bei den Ingenieuren sind rund 95 000 Stellen nicht besetzt. Das Problem: Es rücken nicht genug Studenten nach. Zwischen 1995 und 2006 ist die Zahl der Ingenieurabsolventen bundesweit von rund 50600 auf etwa 39100 gesunken - und das, obwohl insgesamt mehr Studenten einen Hochschulabschluss erworben haben.

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4 Kommentare zu “3. Teil: Maschinenbau, Ingenieurwesen, Informatik”


von Stuu am 19.02.2010 11:26 Uhr



von M.Bauer am 10.05.2009 01:54 Uhr



von Klaus am 24.04.2009 16:38 Uhr



von Name am 29.03.2009 21:58 Uhr



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