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Zwischenruf: Ziemlich feige, Franz!

Von Erich Ahlers, Handelsblatt
Wenn es nach dem Kaiser geht, ist die Lage klar: Herr Kim, so Franz Beckenbauer, ?muss nach Hause geschickt werden ? sofort.?
Der südkoreanische Schiedsrichter hatte im Spiel zwischen Brasilien und der Türkei einen Elfmeter gepfiffen, der ziemlich umstritten war. Was den Beckenbauer in Rage brachte: ?Irgendeinen Blinden hast du bei einer WM immer dabei.?Der Mann aus München hat sich noch immer nicht an unvermeidbare Fehlentscheidungen gewöhnt. Billige Schauspiel-Einlagen hingegen sind normal. Brasiliens Rivaldo, der sich in der Schlussphase spektakulär zu Boden fallen ließ und damit den Platzverweis von Ünsal provozierte, kam beim Beckenbauer gnädiger weg. ?So etwas wollen wir bei einer WM nicht sehen?, sagte er zwar. Aber dass der Spieler gesperrt werden soll, das passt nicht in den Kopf des Beckenbauers. Rivaldo darf bleiben, Kim auf keinen Fall.

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Nie auf die Stars, immer auf die Schiris: Ziemlich feige, Franz.
Dieser Artikel ist erschienen am 04.06.2002