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Zum Beispiel Mannesmann

Von Barbara Bierach, Handelsblatt
Als der Mischkonzern Mannesmann nach der Übernahme durch Vodafone zerschlagen wurde, verschwand auch der ?Mannesmann- Buddha?. Jeder, der das Unternehmen von früher kennt, weiß, dass es diesen guten Geist des Hauses einmal gab.
Dieser ?Mannesmann- Buddha? schaffte es, aus dem Stahlunternehmen ein Röhrenunternehmen, aus dem Röhrenunternehmen einen Automobilzulieferer und schließlich ein Mobilfunkunternehmen zu machen.Der ?Buddha von Mannesmann? war einer, der sich selbst regenerieren konnte. Noch heute erinnert das ?Mannesmann-Hochhaus? in Düsseldorf an ihn. Das Schild ?Vodafone? prangt jetzt an der Immobilie, der Buddha jedoch wurde vertrieben. Viele Unternehmen kauften Teile aus dem zerschlagenen Konzern heraus. Jeder hat nur Einzelteile bekommen, aber niemand mehr das Ganze. Darin liegt der hoch bezahlte Verlust bei der Übernahme.

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Dieser Artikel ist erschienen am 02.07.2003