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Zu viel Personal

Nicht nur die Beiträge, auch die Ausgaben der Krankenkassen sind auf ein Rekordhoch gestiegen. Mit 8,02 Milliarden Euro gaben die Kassen vergangenes Jahr mehr Geld für die Verwaltung aus als je zuvor. Jetzt wächst der Druck, die Kosten zu senken. "10 bis 20 Prozent der Mitarbeiter", so Andreas Poensgen, Leiter der Praxisgruppe Gesundheitswesen bei Boston Consulting, "könnten die Kassen einsparen, ohne die Qualität ihrer Leistungen zu gefährden". Voraussetzung: die Überarbeitung aller Prozesse und eine intelligente Entlassungs- und Personalpolitik mit Streichungen an den richtigen Stellen und dem Einkauf von guten Managern. Aber: "Umbauten kosten erst mal Geld", so Poensgen, "und das fehlt den Kassen nach der von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt verordneten Nullrunde für 2004".
Dieser Artikel ist erschienen am 04.09.2003