Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Zoom

Neue Entwicklungen bei der Deutschen Bank im Überblick.
4. Juni 1999: Die Deutsche Bank kauft für neun Milliarden Euro den US-Konkurrenten Bankers Trust, um global und im US-Geschäft stärker zu werden.

April 2000: Die Fusion mit der Dresdner Bank platzt. Bei dem Deal wäre die Filialtochter Deutsche Bank 24 unter die Kontrolle der Allianz AG gelangt.

Die besten Jobs von allen


August 2000: Kehrtwende und neue ?Wachstumsstrategie“ bei Deutsche Bank 24. Das Filialnetz wird europaweit ausgedehnt, um mehr Kunden zu gewinnen.

September 2000: Zum Nachfolger von Vorstandssprecher Rolf-Ernst Breuer wählt der Vorstand aus den eigenen Reihen den Schweizer Investment-Banker Josef Ackermann – allerdings erst zum 22. Mai 2002.

Februar 2001: Neue Konzernstruktur auf zwei ?Säulen“: Investment-Banking und Firmenkundengeschäft (Corporate and Investment Banking, CIB) und Privatkundengeschäft und Vermögensverwaltung (Private Clients Asset Management, PCAM). 2.600 Arbeitsplätze müssen verschwinden. Die Vorstände Ackermann und Carl von Boehm-Bezing in einem Memo: ?Reorganisation ist ein strategischer Imperativ der Deutschen Bank.“

September 2001: Erwerb des Vermögensverwalters Scudder von der Zurich-Gruppe durch Tausch gegen Teile des Versicherungsgeschäfts.

November 2001: Weitere 4.500 Stellen sollen bis Ende 2003 abgebaut werden: 3.300 bei der Vermögensverwaltung, 1.200 bei internen Dienstleistungen wie Beratung, Immobilien- und IT-Management.

Dezember 2000: 2.100 Jobs im Firmenkunden- und Investmentgeschäft werden bis Ende 2002 gestrichen.

31. Januar 2002: Neue Führungsstruktur. Beobachter sehen darin eine Kulturrevolution: Wenn Breuer geht, ist Ackermann Vorstandssprecher und Chairman des Exekutiv-Komitees. Eine ähnlich starke Stellung wie ein CEO (Chief Executive Officer) im angelsächsischen System.
Dieser Artikel ist erschienen am 22.02.2002