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Zeichnungsgebühren nur bei Erfolg

Anleger, die für eine Neuemission gezeichnet hatten, bei der Zuteilung aber leer ausgingen, sollten ihrer Bank keine Gebühren für den erfolglosen Kaufversuch zahlen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät, Widerspruch gegen ein solches Ansinnen des Finanzinstituts einzulegen. Das Landgericht Dortmund gab einem zur Kasse gebetenen Möchtegern-Aktionär Recht. Die Richter erklärten die Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Sparkasse für unwirksam. Für den Kunden sei es nicht ersichtlich gewesen, dass die Gebühr in jedem Fall berechnet werde (Az. 8O 377/00 vom 5.12.2000). Mit diesem Urteil ist allerdings immer noch nicht zweifelsfrei entschieden, ob Zeichnungskosten ohne Zuteilung rechtens sind oder nicht.
Dieser Artikel ist erschienen am 21.05.2001