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Zahl der Jobinserate nimmt wieder zu

Entspannung auf dem Arbeitsmarkt ist in Sicht: Das Job-O-Meter, Frühindikator des Job- und Wirtschaftsmagazins "Karriere" für die Zahl der Stellenanzeigen in Print und Online, zieht in diesem Monat kräftig an. Im Vergleich zum Januar verzeichnet der Index 26 Prozent mehr Jobinserate. Dennoch sollten sich Jobsuchende nur auf ausgeschriebene Stellen bewerben, wenn sie alle geforderten, harten Qualifikationen erfüllen, rät "Karriere" in seiner April-Ausgabe. Denn trotz der beginnenden Entspannung auf dem Arbeitsmarkt selektieren Arbeitgeber bei den Bewerbungen nach wie vor scharf.

"Häufig tun sich Bewerber schwer zu erkennen, ob das eigene Profil zur ausgeschriebenen Stelle passt und sich eine Bewerbung lohnt", sagt Bernd Andersch, Bewerbungscoach und Inhaber von act! Andersch Consulting & Training gegenüber "Karriere". Wichtige Kriterien sind Berufs- und Führungserfahrung sowie Studienabschluss und Sprachkenntnisse. Steht in der Anzeige explizit "berufserfahren" können sich Bewerber mit weniger als zwei Jahren Berufspraxis das Porto für die Unterlagen sparen. Das gilt auch bei einer Position, die "erste Führungserfahrung" erfordert. Um das Kriterium zu erfüllen, muss der Bewerber nicht zwingend schon Personalverantwortung getragen haben, Team- oder Projektleitung genügen in der Regel; Leitungsfunktionen aus dem privaten Bereich, etwa der Vorsitz in einem Verein, reichen dagegen nicht aus, berichtet das Magazin weiter.

Bei Zusatz-Qualifikationen wie beispielsweise Fremdsprachen, Computer- oder spezielle Software-Kenntnisse ist die Formulierung entscheidend: Sind die Kenntnisse nur "vorteilhaft", "wünschenswert", "hilfreich" oder "idealerweise" vorhanden, können auch Bewerber ohne dieses Wissen weiterkommen. Umgekehrt sind Begriffe wie "zwingend erforderlich", "unbedingt" oder "verfügen Sie in jedem Fall über" echte Ausschlusskriterien. Nicht abschrecken lassen sollten sich Jobsuchende dagegen, wenn als Eintrittstermin "schnellstmöglich" oder "sofort" steht. Denn jeder Personaler weiß, dass Angestellte Kündigungsfristen beachten müssen.

Der Frühindikator Job-O-Meter des Job- und Wirtschaftsmagazins "Karriere" basiert auf den von Jobpilot erhobenen Stellenangeboten von zehn wichtigen Internet-Stellenbörsen und von zehn der größten Unternehmen im Branchenmix sowie auf den von Adecco ausgewerteten Print-Stellenanzeigen.

Die April-Ausgabe von "Karriere" ist ab dem 26. März 2004 im Zeitschriftenhandel erhätlich.
Dieser Artikel ist erschienen am 23.03.2004