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Working Holiday Visa

Hier finden Sie Informationen zu Jobs, Lohn und Steuer, Lebenshaltungskosten und zur Vorbereitung auf die Jobsuche.
Das Visum muss bei der australischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Online unter www.australian-embassy.de; postalisch unter Australische Botschaft, Friedrichstraße 200, 10117 Berlin. Bearbeitungszeit zwei bis sechs Wochen; Kosten 105 Euro. Einzige Bedingungen: Alter zwischen 18 und 30 Jahre, Nachweis von 5.000 Australischen Dollar (1 AU$ etwa 1,5 Euro) Reisekasse plus Flugkosten per Kontoauszug.

Die Buchung über eine der vielen Visum-Organisationen ist bequemer, aber auch teurer. Je nach Saison kosten die Pakete (Visumsantrag, Flug, Versicherungen, Info-Veranstaltungen und einige Leistungen vor Ort) ab 1.400 Euro für ein halbes Jahr. Anbieter sind u. a. Council on International Exchange (www.councilexchanges.de), Camp Counselors (www.ccusa.co.uk/HOME) und Step-in (www.stepin.de)

Die besten Jobs von allen


Jobs:

Viele Traveller arbeiten in der Gastronomie oder im Tourismus. Hier gilt: Knocking on doors - einfach vor Ort vorstellen und nach Jobs fragen. Auch andere Backpacker oder das Management im Hostel ansprechen, ebenso vermitteln Jobagenturen. Jobs als Erntehelfer findet man über Fruit Picking Hostels (dort muss man gleich für eine Woche Unterkunft buchen), Anzeigen in Backpacker-Zeitschriften (z.B. www.backpackeressentials.com.au) oder Jobsuchmaschinen (z.B. www.jobsearch.gov.au - Stichwort harvest trails). Für Kost und Logis kann man mit dem Programm "Willing Workers on Organic Farms" auf Bauernhöfen arbeiten (www.wwoof.com.au). Die Farmen liegen meist abgeschieden. Vorteil: Oft wird man in die Familie integriert und lernt das echte australische Leben kennen. Büro- und Promotionjobs gibt es in den großen Städten, allen voran Sydney und Melbourne

Lohn und Steuer:

Sofort nach Einreise eine Tax File Number (TFN) für die Steuer beantragen. Sonst werden statt 28 Prozent gleich 48,95 Prozent vom Bruttolohn abgezogen. Die TFN gibt es beim Australian Taxation Office vor Ort oder übers Internet www.ato.gov.au). Auch ein australisches Bankkonto braucht man, da viele Arbeitgeber den Lohn überweisen. Stundenlöhne vor Steuern variieren - reich wird man selten: Kellner verdienen ca. 12 AU$ die Stunde, Erntehelfer 13 bis 15 und Zeitarbeiter in Büros 15 bis 17.

Lebenshaltungskosten:

Sie entsprechen in etwa denen in Deutschland. Eine Pizza plus Bier kostet um die 12 AU$, ein dreitägiger Segeltrip auf den Whitsundays ab 300 AU$, eine Übernachtung im Backpackerhostel mindestens 15 AU$ (Gute Adressen im Reiseführer "Lonely Planet"). Wer einen Monat an einem Ort ist, bucht ab 100 AU$ die Woche ein Zimmer in einer WG -"shared accommodation" (www.domain.com.au)

Vorbereitung auf die Jobsuche:

Lebenslauf von zu Hause mitnehmen, vor allem wenn man in einem Unternehmen arbeiten möchte. Referenzen von vorherigen Arbeitgebern in Deutschland oder Australien sind auch nicht schlecht - selbst wenn es nur das Café um die Ecke ist. Agenturen legen viel Wert darauf, dass man ordentlich angezogen ist (je nach angepeiltem Job gehören Hemd und Krawatte ins Reisegepäck). Fürs Vorstellungsgespräch mitzunehmen: CV, TFN, Pass mit Visum. Wer über privat oder Hostels Arbeit findet, sollte vorher Stundenlohn, Zahltag und erwartete Leistung erfragen. Es gibt immer wieder schwarze Schafe, die Working Holiday Maker ausnutzen

Weitere Infos:
www.reisebine.de/html/working-holiday.html
www.australien-info.de
Dieser Artikel ist erschienen am 28.02.2003