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Wo lernt man Immobilienjobs?

"Die Immobilienwirtschaft bestand früher aus bewundernswerten Autodidakten und beneidenswerten Glücksrittern", charakterisiert ein Kenner die Vergangenheit der Branche. Doch in den vergangenen Jahren ist in Deutschland eine Vielzahl immobilienwirtschaftlicher Aus- und Weiterbildungslehrgängen entstanden, um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken.
Neben Vollzeitstudiengängen an privaten und staatlichen Hochschulen wie der European Business School (www.ebs.de/Lehrstuehle/Immobilienoekonomie/index.asp) oder der Universität Leizig (service.immo.uni-leipzig.de/) sowie Fachhochschulen wie der Fachhochschule Nürtingen (www.fh-nuertingen.de) gibt es berufsbegleitende Studiengänge an Berufsakademien wie in Leipzig (www.ba-leizig.de) und Stuttgart (www.ba-stuttgart.de), die einen guten Ruf genießen. Außerdem bieten Verbände wie der Ring Deutscher Makler mit der Deutschen Immobilien-Akademie in Freiburg (www.dia-freiburg.de) und der Verband Deutscher Makler mit der Europäischen Immobilien Akademie in Saarbrücken (www.vdm-akademie.de) eigene Weiterbildungseinrichtungen.

Die Kehrseite: Das Angebot ist kaum durchschaubar. Standards erhoffen sich Experten von der Europäischen Union. Allgemein anerkannt ist der Chartered Surveyor, ein Zusatzstudiengang, der auf Führungspositionen in der Immobilienwirtschaft vorbereitet und in England auf eine 150-jährige Tradition zurückblickt. Die Royal Institution of Chartered Surveyors (www.rics.org) hat weltweit 110.000 Mitglieder. Mittlerweile bestehen Abkommen mit deutschen Bildungsträgern, so dass der Abschluss auch in Deutschland erworben werden kann (www.rics.org/germany/sub5.html).
Dieser Artikel ist erschienen am 23.09.2002