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Wirtschaftsverlag in der Ukraine gegründet

Ann-Sophie Altmeier
Die Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB), Düsseldorf, gründet gemeinsam mit dem Kiever Verlag Investgazeta in der Ukraine den Verlag für Wirtschaftsmedien Ekonomika. Die Mehrheit der Anteile hält die VHB mit 51 Prozent, jeweils 14,5 Prozent liegen bei den lokalen Partnern Igor Ljaschenko und Stanislav Schum, geschäftsführende Gesellschafter von Investgazeta. Miroslav Pavel, Verleger und Gesellschafter des tschechischen Wirtschaftsverlages Economia, ebenfalls ein VHB-Beteiligungsunternehmen, hält 20 Prozent. Die Vereinbarung tritt zum 01. Juli 2005 in Kraft. Sitz des neuen Unternehmens ist Kiev.Die Verlagsgruppe Handelsblatt zählt damit zu den ersten deutschen Verlagen auf dem ukrainischen Medienmarkt. Nach der Gründung des bulgarischen Verlages Economedia AD, Sofia, im Januar bedeutet der Start in Kiev bereits die zweite Expansionsmaßnahme in Mittel- und Osteuropa in diesem Jahr.

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Ljaschenko und Schum bringen die bisher von Investgazeta herausgegebenen Titel in den neuen Verlag ein. Ekonomika verlegt künftig die ukrainische Wochenzeitung Investgazeta sowie Ukraina Gazeta, ein dem Bundesanzeiger vergleichbares Wochenblatt.Die Geschäftsführung von Ekonomika übernehmen Igor Ljaschenko, Stanislav Schum und Miroslav Pavel.Harald Müsse, Vorsitzender der Geschäftsführung Verlagsgruppe Handelsblatt: "Die Ukraine gehört zu den Schlüsselmärkten in Ost- und Mitteleuropa und zeigt deutliche Wachstums-kurven. Insbesondere nach den politischen Veränderungen im vergangenen Jahr und den Liberalisierungsmaßnahmen in vielen Bereichen hat sich ihre wirtschaftliche Entwicklung noch einmal erheblich dynamisiert. Ein breit aufgestelltes Unternehmertum benötigt objektive und analytische Wirtschaftsinformationen. Hier sehen wir erhebliches Markt-Potential.?Igor Ljaschenko: "Ekonomika verbindet das große verlegerische Know-how der Verlagsgruppe Handelsblatt im Bereich der Wirtschaftsinformationen mit unserer Kenntnis des nationalen Marktes ? eine Kombination, die nicht besser sein kann. Ich bin mir daher sehr sicher, dass Ekonomika mit ihren bestehenden und künftigen Titeln auf große Resonanz stoßen wird.?Die Verlagsgruppe Handelsblatt, eine Tochter der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Stuttgart, befindet sich international auf Wachstumskurs. Über ihren Tochterverlag Economia, Prag/Bratislawa, ist sie bereits Marktführer bei den Wirtschaftsmedien in Tschechien und der Slowakei. Economia gibt in beiden Ländern eine Tageszeitung, Magazine, sowie Fachmedien heraus. Die bulgarische Tochter Economedia AD, Sofia, ist mit ihrem Angebot an Tageszeitungen, Magazinen und Fachmedien ebenfalls nationaler Marktführer.Harald Müsse: ?Die mittel- und osteuropäischen Märkte bieten erhebliche Wachstumschancen für Wirtschaftsmedien. Wir haben daher unsere dortigen Aktivitäten erheblich ausgeweitet. Die Gründungen in Bulgarien und der Ukraine sind sicherlich nicht die letzten Maßnahmen in dieser Richtung.?
Dieser Artikel ist erschienen am 30.08.2005