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Westdeutsche arbeiten am wenigsten

Während für Arbeiter im verarbeitenden Gewerbe der meisten großen Industriestaaten 1999 eine tarifliche Wochenarbeitszeit von 39 oder 40 Stunden galt, waren es in Westdeutschland nur knapp 36 Stunden. Im Jahr 1973 verbrachten die Westdeutschen noch knapp 41 Stunden pro Woche am Arbeitsplatz. Allerdings bestehen zwischen den einzelnen Branchen erhebliche Unterschiede. In Westdeutschland bewegt sich die Wochenarbeitszeit heute zwischen 35 Stunden etwa in der Metall-, Elektro- oder Druckindustrie und 39 Stunden im Baugewerbe oder im privaten Bankgewerbe. Im Osten liegt die tarifliche Regelarbeitszeit oft noch darüber: Im öffentlichen Dienst oder im Groß- und Außenhandel gilt ebenso das 40-Stunden-Pensum wie im Textilgewerbe oder in der Chemischen Industrie.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, Köln
Dieser Artikel ist erschienen am 22.05.2001