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Wer mobil ist, bleibt oft kinderlos

Mobilität im Job wirkt sich auf Partnerschaft und Familie negativ aus. Dabei werden immer mehr Menschen zu Berufsnomaden. Jeder sechste Berufstätige, der in einer Partnerschaft oder Familie lebt, ist aus beruflichen Gründen mobil. Das sind 16 Prozent aller 25- bis 55-jährigen Berufstätigen. Etwa zwei Drittel bewerten ihre Mobilität als belastend. Soziale Kontakte gingen verloren, man entfremde sich von Partner und Kindern. Nur jeder dritte Mobile berichtet von Vorzügen wie Zugewinn an persönlicher Freiheit. 42 Prozent der Männer und 69 Prozent der Frauen geben an, dass die berufliche Situation ihre familiäre Entwicklung hemmt. Beruflich mobile Menschen bleiben signifikant häufiger kinderlos als nicht mobile.

Quelle: Bundesfamilienministerium. Studie "Berufsmobilität und Lebensform - Sind berufliche Mobilitätserfordernisse in Zeiten der Globalisierung noch mit Familie vereinbar?" Befragt wurden insgesamt 1.000 mobile Paare.
Dieser Artikel ist erschienen am 04.09.2001