Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Weniger Krankheitskosten

Die Ausgaben der Unternehmen für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sind im Jahr 2006 mit 29,6 Milliarden Euro auf den niedrigsten Wert seit 1998 gesunken.

Für den Rückgang hat vor allem der geringere Krankenstand gesorgt. Eine bis zu sechswöchige Lohnfortzahlung für erkrankte Arbeitnehmer, wie sie in Deutschland gesetzlich geregelt ist, ist anderswo in Europa keineswegs selbstverständlich. In Belgien sind die Zahlungen auf einen Monat begrenzt, in Finnland auf neun Tage. Danach setzt das niedrigere Krankentagegeld ein

Die besten Jobs von allen


Schwedische Arbeitskräfte bekommen vom zweiten bis zum 14. Krankheitstag lediglich 80 Prozent des Entgelts vom Arbeitgeber. In den Niederlanden gibt es mit 70 Prozent noch weniger, allerdings bis zu 52 Wochen lang. Gegen das Kostenrisiko sichern sich deshalb viele Unternehmen privat ab.

Frankreich, Spanien oder Griechenland verpflichten ihre Unternehmen erst gar nicht zur Entgeltfortzahlung. Hier zahlt direkt die gesetzliche Krankenversicherung. In Deutschland springt sie erst nach der sechswöchigen Entgeltfortzahlungspflicht des Arbeitgebers ein.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, Köln.

Infos: www.iwkoeln.de
Dieser Artikel ist erschienen am 21.08.2007