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Wenig begehrter Auslandseinsatz

Arbeitnehmer innerhalb der Europäischen Union sind eher selten bereit, im Ausland zu arbeiten. Dabei steigt der Bedarf von Unternehmen an mobilen Arbeitskräften stetig an. Während 64 Prozent der deutschen Unternehmen angeben, dass Mobilität eine wichtige Eigenschaft für Führungskräfte sei, sind nur 14 Prozent aller befragten Arbeitnehmer überhaupt daran interessiert, im Ausland zu arbeiten. Von diesen sind wiederum nur 19 Prozent Führungskräfte. 31 Prozent der deutschen Unternehmen geben an, Schwierigkeiten zu haben, erfahrene Führungskräfte zu finden. Die meisten dieser Reisewilligen sind jung, haben aber wenig Berufserfahrung und entsprechen damit nicht dem Suchprofil der Arbeitgeber. Anreiz für einen Auslandseinsatz ist in erster Linie ein höheres Gehalt und ein verbesserter Lebensstandard. Entsprechend sieht die Rangliste der Zielländer aus: Deutsche wollen vor allem in die USA, nach Spanien und Australien. Polen, Ungarn und Tschechen zieht es dagegen nach Deutschland.

Quelle: Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers.
Studie: "Managing mobility matters - a European perspective"
Befragt wurden mehr als 400 Unternehmen und 10.000 Arbeitnehmer in zehn europäischen Ländern.
Dieser Artikel ist erschienen am 12.03.2002