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Weiterer Schritt zum 1,9 Milliarden-Programm

Vergangenen Montag haben Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und ihre Kollegen aus den Ländern die wesentlichen Eckpunkte für ein Programm zur Förderung der Spitzenforschung in Deutschland bekräftigt.Das Exzellenzprogramm sieht vor, für zehn Spitzen-Universitäten sowie für den Ausbau internationaler Spitzenforschung an den Universitäten (Exzellenzcluster und Graduiertenschulen für Nachwuchsförderung) bis zum Jahr 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Der Bund will hiervon 75 Prozent übernehmen, den Rest tragen die Länder. Eine ausgewählte Spitzen-Hochschule soll ab dem Jahr 2006 mit durchschnittlich 25 Millionen Euro Zusatzförderung pro Jahr rechnen können. Um die Förderung sollen Hochschulen im freien Wettbewerb konkurrieren.

Die besten Jobs von allen

Im Januar 2005 will die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung auf einer Sondersitzung endgültig über das Konzept entscheiden. Scheitern könnte es dann noch an der Föderalismusdebatte: Die Länder fordern die alleinige Zuständigkeit für den Hochschulbereich, womit das Spitzenförderungsprogramm, das eine Mischfinanzierung von Bund und Ländern vorsieht, wieder auf Eis läge.
Dieser Artikel ist erschienen am 16.11.2004