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Weißrussen erzwingen WM-Übertragung

Weißrussische Fußballfans haben durch tagelange Demonstrationen eine Übertragung der WM-Spiele im Staatsfernsehen erzwungen.
dpa MINSK. Der staatliche Rundfunk BGTRK erwarb nachträglich bei der deutschen KirchMedia die Übertragungsrechte für die frühere Sowjetrepublik. Ab Samstag werde die WM auch in Weißrussland gezeigt, teilte das Staatsfernsehen am Donnerstag in Minsk mit.Der weißrussische Rundfunk hatte ursprünglich darauf gesetzt, dass die Live-Übertragungen des russischen Fernsehsenders ORT auch im Nachbarland zu sehen sein würden. Wegen der Verträge mit Kirch schaltete ORT jedoch die Ausstrahlung in Drittländer ab.

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Die Polizei, die im Land des autoritär regierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko sonst alle nicht genehmigten Demonstrationen mit Gewalt unterbindet, war nicht gegen die enttäuschten Fußballfans vorgegangen. Diese hatten bislang mit kurzen Zusammenfassungen der WM in den abendlichen Nachrichten vorlieb nehmen müssen.
Dieser Artikel ist erschienen am 06.06.2002