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Was System- und Netzwerkadministratoren verdienen

Von Heike Friedrichsen, PersonalMarkt
Bei ihm klingelt das Telefon, wenn ein Mitarbeiter versehentlich alle seine Daten gelöscht oder sein Passwort vergessen hat. Neben IT-Wissen muss er daher auch eine ordentliche Portion Geduld und pädagogisches Geschick mitbringen. Eine aktuelle Auswertung der Hamburger Vergütungsberatung PersonalMarkt zeigt, was System- und Netzwerkadministratoren verdienen.
Bei ihm klingelt das Telefon, wenn ein Mitarbeiter versehentlich alle seine Daten gelöscht oder sein Passwort vergessen hat. Neben IT-Wissen muss er daher auch eine ordentliche Portion Geduld und pädagogisches Geschick mitbringen. Eine aktuelle Auswertung der Hamburger Vergütungsberatung PersonalMarkt zeigt, was System- und Netzwerkadministratoren verdienen.So gut wie jedes Unternehmen hat ein internes Netz, das alle Computer untereinander verbindet. Es ist der System- und Netzwerkadministrator, der für den reibungslosen Betrieb und das Zusammenspiel aller Systeme sorgt. Zur Höchstform läuft er auf, wenn Probleme auftauchen. Dann muss er schnell reagieren, eine Beeinträchtigung oder gar ein Ausfall des Systems kann Verluste in Millionenhöhe verursachen.

Die besten Jobs von allen

System- und Netzwerkadministratoren müssen über gute Soft- und Hardwarekenntnisse verfügen und möglichst alle gängigen Systeme kennen. In kleineren Firmen kümmert sich nicht selten eine Person ganz allein um all diese Dinge: Sie muss das System administrieren, sich mit den Fragen oder Problemen der Benutzer auseinandersetzen und bei Bedarf auch schon mal selbst ein Kabel verlegen können.Im Gehaltsgefüge rangiert der klassische System- und Netzwerkadministrator meist hinter den anderen IT-Funktionen. ?Das ist allerdings stark abhängig von der Unternehmensgröße?, sagt Frank Behrmann, Gehaltsexperte bei PersonalMarkt. Auch beim System- und Netzwerkadministrator gilt: Je größer das Unternehmen, umso höher ist meist das Gehalt. ?Und natürlich ist das auch von Art und Umfang der Aufgabe abhängig? erläutert Behrmann: ?Je administrativer eine Tätigkeit ausgerichtet ist, umso niedriger fällt das Gehalt aus.?Die von PersonalMarkt ausgewerteten Daten angestellter System- und Netzwerkadministratoren zeigen, dass das Gehaltsniveau über alle Segmente hinweg leicht gesunken ist. Die Gründe dafür sieht Behrmann in der aktuellen Arbeitsmarktsituation: ?Es gibt weniger offene Positionen, aber ein Überangebot an mehr, leider manchmal auch weniger gut ausgebildeten System- und Netzwerkadministratoren.?Die höchsten Gehälter werden nach wie vor in der Industrie gezahlt. Doch auch hier ist das Gehaltsniveau gesunken, nämlich von 44.373 Euro (2003) auf 41.625 Euro (2004). Auch im Handel, in der Informationstechnologie und im Dienstleistungssektor sind die Jahresbruttogehälter für die IT-Trouble-Shooter gesunken. Im Handel von 36.400 Euro (2003) auf 33.582 Euro (2004), im Bereich Informationstechnologie von 36.240 Euro (2003) auf 35.760 Euro (2004) und im Dienstleistungsbereich von 37.981 Euro (2003) auf 36.469 Euro (2004).Entscheidend für die Höhe des Gehalts sind neben der Branche zahlreiche weitere Faktoren wie Unternehmensgröße, Standort des Unternehmens, Ausbildung, Berufserfahrung und viele andere Kriterien. Wer den eigenen Marktwert genau bestimmen lassen möchte, kann bei www.karriere.de/karrierecenter eine umfassende und individuelle Gehaltsanalyse machen lassen.* Die genannten Zahlen bilden den Median ab. Der Median liegt in einer Rangreihe so, dass 50% aller Werte höher oder niedriger sind. Der Median hat gegenüber dem Mittelwert den Vorteil, dass er von Extremwerten am oberen und unteren Ende der Skala nicht beeinflusst wird.
Dieser Artikel ist erschienen am 05.09.2005