Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Was PR-Experten verdienen

Von Heike Friedrichsen, Personalmarkt.de
Konzeption, Beratung, Redaktion, Kontaktpflege, Organisation, Controlling ? die Aufgaben von PR-Fachleuten sind vielseitig. Die besten Verdienstmöglichkeiten haben jene PR-Experten, die in der Industrie arbeiten.
Gehaltsvergleich nach Wirtschaftssektoren
HB DÜSSELDORF. Diese Vielseitigkeit macht für Margit Hamann* den besonderen Reiz dieses Berufes aus. Die studierte Betriebswirtin und Sprachwissenschaftlerin arbeitet als PR-Beraterin in einem mittelständischen Unternehmen. ?Da muss man vieles unter einen Hut bringen. Schreiben oder Texte redigieren können ist genauso wichtig wie das Verständnis für Marketing, Werbung oder Vertrieb?, sagt Hamann.Bei der Erstellung einer Image-Broschüre beispielsweise arbeit sie auch mit externen Agenturen zusammen. ?Ein Großteil meiner Arbeit besteht dann darin, Arbeitsabläufe zu koordinieren und die richtigen Leute zusammenzubringen?, erzählt sie. Den kreativen Part übernimmt in diesem Fall die Agentur. ?Kreativität ist wichtig?, weiß die erfahrene PR-Fachfrau, ?aber nicht alles, denn auch Kommunikations- und Redaktionskompetenz sowie Managementwissen sind gefragt.?

Die besten Jobs von allen

PR steht für Public Relations. Wörtlich übersetzt heißt der Begriff ?Public Relations? zunächst einmal schlicht ?Öffentliche Beziehungen?. Die Deutsche Public Relations-Gesellschaft (DPRG e.V.) versteht Öffentlichkeitsarbeit als ?Management von Kommunikationsprozessen für Organisationen mit deren Bezugsgruppen?. Anders ausgedrückt: PR ist zielgerichtete, effektive Kommunikation.Gehaltssteigerungen in der IT-BranchePR-Experten sind aber nicht nur in der Wirtschaft bei Unternehmen unterschiedlichster Größe gefragt, sonder auch in Politik und öffentlicher Verwaltung. Hinzu kommen nahezu unüberschaubare Einsatzmöglichkeiten bei Verbänden, Kammern, Gewerkschaften, bei Kunst-, Kultur-, Freizeit-, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, bei Kirchen oder karitativen Organisationen.Die besten Verdienstmöglichkeiten, das zeigt eine aktuelle Analyse der Hamburger Vergütungsberatung Personalmarkt, haben jene PR-Experten, die in der Industrie arbeiten. Allerdings gab es hier erhebliche Gehaltseinbußen. Kamen PR-Experten im Jahr 2003 noch auf ein jährliches Salär in Höhe von rund 57 100 Euro, lag dieses im Jahr 2004 nur noch bei etwa 55 800 Euro.Eine leichte Gehaltssteigerung dagegen gab es im Bereich der IT-Technologie: Hier sind die Jahresbruttogehälter für Kommunikationsfachleute von etwa 49 100 Euro (2003) auf rund 49 900 Euro (2004) gestiegen.Unverändert zeigen sich die Gehälter im Bereich der Dienstleistungsunternehmen. Das Jahresbruttogehalt für PR-Fachleute liegt hier nach wie vor bei rund 38 400 Euro. Schlusslicht in Sachen Gehalt ist auch im Bereich PR/Kommunikation der Handel. Damit nicht genug, gab es auch hier Gehaltseinbußen: Von rund 37 400 Euro (2003) ist das Jahresbruttogehalt auf rund 36 600 gefallen.Der Bedarf an gut ausgebildeten PR-Fachkräften, so die Einschätzung der Deutschen Public Relations-Gesellschaft, wächst dennoch. Die von PersonalMarkt untersuchten Gehaltsdaten bestätigen: Knapp 80 Prozent aller PR-Experten haben einen Hochschulabschluss.Entscheidend für die Höhe des Gehalts ist natürlich nicht nur die Funktion, sondern zahlreiche weitere Faktoren wie Branche, Standort des Unternehmens, Ausbildung und Berufserfahrung und viele andere Kriterien. Wer den eigenen Marktwert genau bestimmen lassen möchte, kann unter www.handelsblatt.com/gehaltscheck eine umfassende und individuelle Gehaltsanalyse machen lassen.Quelle: www.personalmarkt.de* Name von der Redaktion geändert** Die genannten Zahlen bilden den Median ab. Der Median liegt in einer Rangreihe so, dass 50% aller Werte höher oder niedriger sind. Der Median hat gegenüber dem Mittelwert den Vorteil, dass er von Extremwerten am oberen und unteren Ende der Skala nicht beeinflusst wird.
Dieser Artikel ist erschienen am 30.08.2005