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Was Key Account Manager verdienen

Quelle: www.personalmarkt.de
Er ist zentraler Ansprechpartner für wichtige Großkunden eines Unternehmens. Im aktuellen Gehaltsbarometer der Vergütungsberatung Personalmarkt.de lesen Sie, was Key Account Manager verdienen.
HB HAMBURG. Als Key Accounter betreut und berät Harms ganz bestimmte und exakt definierte Großkunden, so genannte Schlüsselkunden oder ?Key Accounts?. Und die sitzen nicht immer direkt um die Ecke. Ganz im Gegenteil: Die Firmenzentralen, die Harms aufsucht, sind über ganz Deutschland verteilt. Es gibt Wochen, in denen er mit seinem Firmenwagen von Montag bis Donnerstag unterwegs ist, um Kunden zu besuchen.Auch strategische Aufgaben

Die besten Jobs von allen

Angesiedelt im Vertrieb ist Harms als Key Account Manager die Schnittstelle zwischen den Großkunden und allen internen Abteilungen des Unternehmens. Das setzt neben sehr guten Fachkenntnissen, einem funktionierenden Zeitmanagement und Kommunikationsvermögen auch ein gutes Verständnis der allgemeinen Betriebsabläufe voraus.?Neben den operativen Aufgaben hat ein Key Accounter aber auch strategische Aufgaben?, sagt Harms. Sie analysieren die Geschäftsprozesse und Bedürfnisse eines Großabnehmers genauestens. Es werden dann Produkte entwickelt, die speziell auf einen wichtigen Kunden zugeschnitten sind. Harms: ?Wenn ein großer deutscher Kaffeeröster zu Ostern einen Hasen inmitten einer japanischen Gartenlandschaft aus Seidenblumen haben möchte, dann bekommt er das von uns.?Lesen Sie weiter auf Seite 2: Gehaltssteigerungen lediglich in der IndustrieGehaltssteigerungen lediglich in der IndustrieKundenberater, Marktforscher und Informationsmanager in einem: Die Arbeit eines Key-Account-Managers ist vielseitig. Am besten zahlt die Industrie. Hier verdient ein angestellter Key Account Manager rund 66 100 Euro** im Jahr. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 waren es nur rund 65 300. Hier gab es also eine leichte Gehaltssteigerung.Anders sieht es im Handel aus: Wer wie Manfred Harms in diesem Bereich arbeitet, erzielt ein jährliches Bruttogehalt in Höhe von etwa 47 400 Euro (2004). Im Jahr 2003 lagen die durchschnittlichen Jahresbruttogehälter für angestellte Key Accounter im Handel noch bei rund 53 000 Euro. In diesem Segment sind die Gehälter also deutlich gesunken.Das gilt auch für die Sektoren IT-Technologie und Dienstleistung: Wer im Key Account Management eines Dienstleistungsunternehmens arbeitet, kam 2003 noch auf jährliche Bezüge in Höhe von 53 000 Euro, im Jahr 2004 nur noch auf 48 400 Euro.Auch in der IT-Technologie wurde weniger gezahlt: Lag das jährliche Brutto eines Key Account Managers im Jahr 2003 noch bei rund 53 700 Euro, waren es im Jahr 2004 nur noch 49 700 Euro.Frank Behrmann, Gehaltsexperte bei PersonalMarkt, überraschen diese Entwicklungen nicht: ?In konjunkturschwachen Zeiten ist es natürlich schwerer, Umsatz zu machen. Aber allen Unkenrufen zum Trotz läuft es aber z.B. in der Investitionsgüterindustrie nach wie vor recht gut.?Entscheidend für die Höhe des Gehalts ist natürlich nicht nur die Funktion, sondern zahlreiche weitere Faktoren wie Branche, Standort des Unternehmens, Ausbildung und Berufserfahrung und viele andere Kriterien. Wer den eigenen Marktwert genau bestimmen lassen möchte, kann unter www.handelsblatt.com/gehalt eine umfassende und individuelle Gehaltsanalyse machen lassen._________________* Name von der Redaktion geändert** Die genannten Zahlen bilden den Median ab. Der Median liegt in einer Rangreihe so, dass 50 % aller Werte höher oder niedriger sind. Der Median hat gegenüber dem Mittelwert den Vorteil, dass er von Extremwerten am oberen und unteren Ende der Skala nicht beeinflusst wird.
Dieser Artikel ist erschienen am 30.08.2005