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Was ist eigentlich USP?

Eine Frau, die einen Heiratsantrag erhält, würde ihren Verehrer vor dem Ja-Wort wohl nicht nach seiner USP fragen. Bei ihr klingt das eher nach: "Warum soll ich gerade Dich nehmen? Was hast Du anderen voraus?" Genau das wollen aber auch Investoren und Marketing-Strategen wissen, wenn sie nach der Unique Selling Proposition (USP) eines Unternehmens fragen.
Eine Frau, die einen Heiratsantrag erhält, würde ihren Verehrer vor dem Ja-Wort wohl nicht nach seiner USP fragen. Bei ihr klingt das eher nach: "Warum soll ich gerade Dich nehmen? Was hast Du anderen voraus?" Genau das wollen aber auch Investoren und Marketing-Strategen wissen, wenn sie nach der Unique Selling Proposition (USP) eines Unternehmens fragen, dem einzigartigen Verkaufsvorteil.

Den Begriff prägte Rosser Reeves, einer der bekanntesten Werbeexperten Amerikas, in seinem 1961 erschienen Buch "Reality and Advertising". Laut Reeves sollte ein Unternehmen seine Kunden so schnell und so oft wie möglich von seiner USP erfahren lassen. USP wird deshalb auch schon einmal mit "einzigartiges kaufauslösendes Versprechen" übersetzt.

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Je stärker ein Unternehmen im direkten Wettbewerb zu anderen steht, desto größer ist die Bedeutung der USP. Dem einzigen Bäcker im Dorf reichen knackige Brötchen, um die Kunden vor die Brottheke zu locken. Liegt der nächste Laden allerdings nur 50 Meter weiter, so muss sich unser Bäcker auf seine USP besinnen. Vielleicht bietet er ja an, das Brot nach Hause zu bringen.

Ansonsten bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Preise zu senken. Aber diese USP kann schnell für "Unternehmen droht die sichere Pleite" stehen.
Dieser Artikel ist erschienen am 14.12.2001